3D-Druck: Die Deutsche Bahn startete innovatives Projekt

Die Deutsche Bahn als Lokomotive der Industrie 4.0

ICE Deutsche Bahn ICE Deutsche Bahn hpgruesen / Pixabay

Fahren Sie auch auf 3D-Druck ab? Die Fahrgäste der Deutschen Bahn tun das sicher und wissen möglicherweise gar nichts davon. Daher berichten wir über dieses innovative Projekt, welches die Mobilität der Zukunft in neue Bahnen lenkt.

Die meisten Menschen haben schon davon gehört, vielleicht sogar einen solchen ungewöhnlichen Drucker in Aktion gesehen, mehr aber nicht. Die unglaublich komplexen Erzeugnisse bringen uns zum Staunen, aber zu Hause steht kein so ein Ding und die wenigsten fahren mit einem gedruckten Fahrrad herum.

Doch wir verwenden mehr gedruckte Teile als uns bewusst ist, denn diese additive Fertigung erobert immer mehr Branchen. Diese Fertigungstechnik wird in beinahe jeder Industrie eingesetzt, eigentlich kann fast alles gedruckt werden. Organisches Material ermöglicht künstliche Organe oder gedruckte Backwaren und Kunststoff wie Metalle sind für unendlich viele Zwecke nutzbar.

Die Deutsche Bahn, der Triebwagen der Industrie 4.0

Die Deutsche Bahn ist Initiator eines Netzwerks (Mobi­lity goes Addi­tive) aus namhaften Firmen wie Siemens, SLM, voestalpine, Knorr-Bremse und vielen weiteren welche sich mit den Mög­lich­kei­ten der addi­ti­ven Fer­ti­gung (3D-Druck) befassen.
Die Herstellung per 3D-Druck, etwa von Ersatzteilen hat allgemein viele Vorteile: Gegenüber klassischen Methoden wie Gießverfahren, spanabhebende Verfahren uä. ist bei ersteren keine Anfertigung von komplexen Gußformen nötig und zum anderen entsteht kein nennenswerter Materialverlust wie etwa bei Fräsen, Drehen, Bohren.

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Am Beispiel eines einfachen Klemmenkastens zeigt das Video noch einen Vorteil dieser Methoden auf. Es ist ja heute relativ einfach, etwa eine CAD Zeichnung eines Bauteils an eine Fertigung zu übermitteln. Doch was ist mit sehr alten Teilen? Wo es weder Pläne und noch weniger 3D Daten gibt?

Nun, diese Teile werden mit speziellen Scannern abgetastet und ein virtuelles 3D-Modell erstellt. Jene Daten werden den 3D Drucker übermittelt und in Kürze hält man den vollkommen neuen Teil in Händen. Absolut genau und vollkommen kommt der Teil aus dem Drucker, er kann meist sofort, ohne weitere Bearbeitung verbaut werden.

Bald 1000 Teile aus dem Drucker

3D Druck

3D Druck – diese Zukunft fasziniert nicht nur die Next Generation | © Von Jmyjmyz814Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47896299

Die Fachpresse der Branche berichtet, dass die DB bald 1000 3D-Druck-geeignete Bauteile identifiziert haben will. Weitere Vorteile sieht man in der oft höheren Stabilität der Teile, weil man auf optimalere Werksstoffe setzen kann oder diverse Verbesserungen mit einplant.

Im Fall eines Verkehrsbetriebs wie die Deutsche Bahn kommt natürlich auch noch der Zeitfaktor dazu. Denn so manches Ersatzteil ist, wenn überhaupt noch verfügbar, nur mit langen Lieferzeiten zu bekommen – da druckt man es sich einfach selber aus.

3D Druck gibt es eigentlich schon seit Mitte der 80 Jahre, aber die Entwicklung verläuft immer steiler nach oben und überschreitet alle Grenzen. Schon heute kann man mit entsprechenden großen Geräten sogar Autoteile und Hausmauern drucken, die Medizintechnik druckt künstliche Organe und andere experimentieren mit gedruckten Speisen.

Es ist fast wie im Replikator der Enterprise, wenn sich Cpt. Picard seinen Earl Gray Tee bestellt und dieser erscheint wie von Zauberhand in einem Fach. Nun, diese Zukunft hat schon begonnen, auch wenn man noch nicht im Raumschiff sitzt. Doch wir wünschen schon jetzt eine schöne Reise in einem DB Zug – vielleicht sitzen sie sogar auf einem Teil aus der Zukunft, bzw. aus dem 3-D-Drucker …

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