News Ticker

Acht zusätzliche Kasernen als Betreuungsstellen für Asylwerber

Verwaltungsgebäude der Benedek-kaserne in Bruckneudorf | © Robert Heilinger Verwaltungsgebäude der Benedek-kaserne in Bruckneudorf | © Robert Heilinger
Werbung

Einigung zwischen Flüchtlingskoordinator Konrad, BMI und BMLVS

Acht zusätzliche Kasernen können künftig als Betreuungsstellen für Asylwerber genutzt werden. Darauf haben sich das Bundesministerium für Inneres, das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport und Flüchtlingskoordinator Dr. Christian Konrad als Mitglieder der Task Force der Bundesregierung geeinigt.

Die Verordnung ermöglicht es dem Bund, bei Nicht-Erfüllung der vereinbarten Länderquote die Kasernen kurzfristig als Betreuungsstelle für Asylwerber in Betrieb nehmen zu können. Vom Durchgriffsrecht kann die Bundesregierung nur Gebrauch machen, wenn ein Bundesland die Quote im Vormonat nicht zu hundert Prozent erfüllt.

Bei den acht Kasernen handelt es sich um

1. Türk-Kaserne – Gemeinde Spittal an der Drau (Postleitzahl 9800)

2. Hensel-Kaserne – Gemeinde Villach (Postleitzahl 9501)

3. Fliegerhorst Brumowski – Gemeinde Tulln (Postleitzahl 3425)

4. Hessen-Kaserne – Gemeinde Wels (Postleitzahl 4600)

5. Kirchner-Kaserne – Gemeinde Graz (Postleitzahl 8010)

6. Benedek-Kaserne – Gemeinde Bruckneudorf (Postleitzahl 2460) (*)

7. Wallenstein-Kaserne – Gemeinde Götzendorf an der Leitha

8. Wintersteller-Kaserne – Gemeinde Sankt Johann

Die dafür notwendige Verordnung ist vorerst auf sechs Monate befristet.

 

*) Eine kleine Katastralgemeinde von Bruckneudorf, nämlich Kaisersteinbruch, kann mit einer bewegten Geschichte in Sachen Krieg, Militär und Flüchtlinge aufwarten.
Nicht nur das der kleine Ort den zweitgrößten Truppenübungsplatz Österreichs hat und ein Standort einer Militärhundestaffel ist – Da gab es einst auch die Uchatius-Kaserne, welche ich noch in Betrieb erleben durfte.

Es muß so etwa vor der Mitte der 80’er Jahre gewesen sein, als die Wehrmänner diese alten, baufälligen Gebäude räumten um in die neu erbaute Benedek-Kaserne zu übersiedeln.
Denn später es gab Pläne vom damaligen Innenminister Löschnak, 800(!) Rumänen mitten im Ort unterzubringen – das scheiterte jedoch am Widerstand der Bevölkerung, welche damals grade etwa 200 Einwohner zählte…

Aber abseits der Türken begann die „militärische Laufbahn“ des Ortes bereits zu KuK Zeiten und etwa 1956 beherbergte man tausende Flüchtlinge des ungarischen Volksaufstandes – mehr dazu in Wikipedia.

Werbung

Quelle

Ähnliche Artikel