Baden bekommt neue Flüchtlingsunterkunft

Das ehemaligen Landespflegeheim („Helenenheim“) in Baden wird zum Flüchtlingsheim. Es soll Platz für 200 Asylwerber bieten. Am Montag fiel der Startschuss für die nötigen Instandsetzungsarbeiten.

Die Heizung funktioniert derzeit noch nicht in allen Trakten, auch andere Kleinigkeiten müssen noch saniert werden. Bis Ende des Monats sollen die notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein. Jeweils kleine Gruppen sollen dann im Februar und März einziehen. Der Vertag mit der Gemeinde wurde vorerst auf vier Jahre abgeschlossen.

Besondere medizinische Ausstattung

Unter den Flüchtlingen werden auch Menschen mit besonderem medizinischen Betreuungsbedarf sein, wofür das Haus „baulich besonders gut geeignet“ sei, heißt es bei der Diakonie. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen ebenso Platz finden wie Familien.

Das ehemalige „Helenenheim“ werde im Andenken an den 2015 verstorbenen Superintendenten von Niederösterreich künftig „Paul Weiland-Haus“ heißen, betonte Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, am Montag. Ein Team von je zwei Psychologen und diplomierten Krankenpflegern, sieben Sozialberatern und sechs Betreuern sei bereits ausgewählt.

„Das mehrstufige Betreuungskonzept bringt Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen und schafft ein Miteinander im Haus, zu dem jeder Bewohner etwas beiträgt“, betonte die designierte Leiterin Claire Ulbrich. In den Familien könnten unbegleitete Minderjährige Geborgenheit finden, während sie zugleich Bewohnern mit Mobilitätseinschränkungen bei der Bewältigung des Alltags helfen könnten. Es werde eine „lebendige Hausgemeinschaft“ entstehen, in der auch Nachbarn und andere Bewohner Badens „stets willkommen“ seien.

Derzeit 13.000 Flüchtlinge in Niederösterreich

In Baden sind derzeit schon etwa rund 200 Flüchtlinge untergebracht, etwa im ehemaligen Johannesbad, hier werden Frauen mit Kleinkindern untergebracht. In ganz Niederösterreich warten derzeit 13.078 Flüchtlinge auf einen Asylbescheid und befinden sich damit in der Grundversorgung. Beim Land rechnet man damit, dass monatlich etwa 300 Flüchtlinge dazukommen.

Zeit im Blick- Es können auch 300 Flüchtlinge und mehr werden, so genau wird dies nicht genommen. Der Bürgermeister von Baden sagte: „Nun haben wir aber alle Quoten erfüllt, bitte nicht jetzt noch die Martinek Kaserne zum Massen Lager machen“!

Quelle

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