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Beratung für Baumax-MitarbeiterInnen voll angelaufen

wilhei / Pixabay

Kritik an dürftiger Information, weil es keinen Konzernbetriebsrat gibt

„Die Niederösterreichische Arbeiterkammer bietet den Baumax-MitarbeiterInnen jede arbeitsrechtliche Unterstützung und Beratung, die sie brauchen“, sagt AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser zur aktuellen Situation bei der Baumarkt-Kette. Die Baumax-MitarbeiterInnen können sich ab sofort in der nächsten AKNÖ-Bezirksstelle und auf der Hotline 05-7171-1717 über Ihre Ansprüche und Rechte beraten lassen. Wichtig: Nichts ohne Beratung durch die AK-ExpertInnen unterschreiben.

Da es bei Baumax nur in einzelnen Filialen einen Betriebsrat gibt, ist der Informationsfluss für die Gesamtbelegschaft unzureichend, kritisiert die AKNÖ. „Die Details der Abwicklung der Betriebsübernahme durch Obi sind völlig unklar“, sagte Mag. Doris Rauscher-Kalod, die Leiterin der Abteilung Arbeitsrecht in der AKNÖ. So gibt es auch nur ein Sozialpaket und keinen bindenden Sozialplan mit steuerlich begünstigter Auszahlung, der rechtlich nur mit einem Betriebsrat abgeschlossen werden kann.

Auch die Übernahme der zahlreichen Lehrlinge und wie diese ihre Ausbildung fortsetzen können, ist noch immer nicht geklärt.

Besonders jetzt ist es wichtig das die Mitarbeiter  Ansprechpartner und Menschen haben die ihnen Hilfe und Mut geben.

„Bringen Sie zur Beratung Ihren Dienstvertrag mit sowie ein allfälliges Angebot des Dienstgebers und unterschreiben Sie keine einvernehmlichen Dienstauflösungen, bevor Sie nicht in der AK-Beratung gewesen sind“, weist Arbeitsrechtsexpertin Rauscher-Kalod auf mögliche Nachteile bei einer voreiligen Unterschrift hin.

  • Unterschreiben sie keine einvernehmliche Dienstauflösung
  • Lassen sie sich auch keine Versprechungen ein, oder sonstiges bla, bla.
  • Seien sie vorsichtig und wachsam.
  • Gehen sie mit den Unterlagen immer zu Fachleuten oder nehmen sie diese sogar mit damit alle an einem Platz sitzen müssen.
  • Überschlafen sie aber trotzdem immer ihre Entscheidung.
  • Wägen sie Vor und Nachteile ab.

APA-OTS