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Berlin: LKW rast in Weihnachtsmarkt – 12 Tote

PeterKraayvanger / Pixabay

Fünf Tage vor Weihnachten läutet der Terror wieder einmal mehr das Ende der Besinnlichkeit ein, wieder passierten schreckliche Dinge: Die Hinrichtung eines Botschafters in Ankara, eine Schießerei in Züricher Moschee, ein Antiterror-Einsatz in Salzburg und dann rast ein LKW in einen Berliner Weihnachtsmarkt.

Vor allem letzteres hat die Welt (mit Ausnahme von Merkel und Obama) enorm bewegt, die Medienticker und Sozialen Accounts liefen heiß. Die wildesten Spekulationen und Schuldzuweisungen werden gepostet, wobei kaum noch jemand die genauen Hintergründe kennt.

Ideologische Schlammschlacht

Das schreckliche Ereignis wird wie so oft, ideologisch, ethnisch und politisch ausgeschlachtet.
Rechte fühlen sich bestätigt, klar sei es islamischer Terror und die Linken weisen da lieber dem LKW die Schuld zu „Bremsversagen“ usw.
Das Jahr 2016 verbuchte zu viele Opfer: in München, Nizza, Ansbach, Brüssel, … um nur einige zu nennen und immer noch treiben die Leute das gleiche Spiel auf Kosten der tatsächlich Beteiligten. Immer noch hauen die Ideologen in die Tasten und beobachten die Reaktionen im Netz.

Eine eigene Meinung haben auch wir, das wissen und schätzen unsere Leser. Immerhin zählt man als Blogger zu investigativen Journalismus und vor allem Zeit im Blick schreibt, was sich die Autoren denken. Doch irgendwo ist es zumindest auch mir zu viel und ich warte lieber ab, was die Ermittler herausfinden.

Natürlich deutet alles auf einen Terroranschlag hin, aber dzt. ist es noch nicht sicher. Und, was wenn es „eh nur ein Unfall“ war? Ist es dann besser? Das ist genauso blöd wie die üblichen Sätze bei Katastrophen:  „Gottseidank keine Österreicher dabei„, „Glücklichweise nur 10 Tote„, uä.


Was wir wissen … und was noch nicht

Spekulationen können aber auch von etablierten Medien kommen, es ist ein Wahnsinn was da so alles berichtet wird. Je nach Ausrichtung des Mediums „kennt man alle Hintergründe“, ist schneller als die Polizei erlaubt.
Von den Einsatzkräften wurde dzt. Nachrichtensperre verhängt, zuletzt hörte man nur, dass der Feuerwehr-, bzw. Rettungseinsatz beendet sei.

Lobenswert ist da schon unser zT. Namensvetter „ZEIT.de“ zu nennen, dort sieht man wie man objektiv berichtet. Denn wenn auch eine erste Spur nach Polen führt, heisst das noch lange nicht das die Identität des Attentäters geklärt ist. Meiner Meinung nach könnte man ja auch einen Polen ein Fahrzeug stehlen …
Doch es kursierten schon Stunden vor irgendwelchen Polizeiberichten die wildesten Gerüchte bez. der Nationalität des Fahrers.
Jedenfalls gefällt mir die Art der ZEIT.de, wo man Berichte teilt: Was wir wissen und was wir noch nicht wissen.

Österreich: Sobotka bestellt Experten ins Ministerium

Die deutschen Innenminister von Bund und Ländern wollen am Vormittag über die Sicherheitslage nach dem Vorfall in Berlin beraten. Aber auch bei uns macht man sich Sorgen und Gedanken.

Angesichts der Anschläge in Berlin sprach Innenminister Wolfgang Sobotka sein tiefes Beileid und Mitgefühl für die Opfer und Hinterbliebenen aus. Noch am Montagabend bestellte der Ressortchef den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit sowie Experten in das Ministerium.

Als Sofortmaßnahme wurden Landespolizeidirektionen angewiesen, auf öffentlichen Plätzen erhöhte Präsenz zu zeigen. Man stehe zudem in laufendem Kontakt zu den Behörden in Deutschland.

Morgen um 7 Uhr tritt unter der Leitung des Generaldirektors für öffentliche Sicherheit der Einsatzstab des Innenministeriums zusammen, um die aktuelle Lage zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen für Österreich abzuleiten. Der Innenminister wird später im Rahmen der Ministerratssitzung die Bundesregierung über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen.

Ob es als Floskel aufgefasst wird oder nicht, ich bekunde hier dennoch unser Beileid an die Angehörigen; Danke den Einsatzkräften, echten Berichterstattern und den Menschen mit Pietät und wünsche den Verletzten baldige Genesung.

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