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Blutiger Raubüberfall bei Bad Vöslau

Warum der "Unbekannte" doch gefunden wurde, bleibt rätselhaft ...

Einsatzkommando COBRA beim Anhalten eines Fahrzeugs Eine Sondereinheit der COBRA beim Anhalten eines Fahrzeugs (Symbolbild) | © BMI
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Szenen wie aus einem Krimi spielten sich in einer Novembernacht bei Bad Vöslau ab, als 3 Männer einen weiteren ausraubten und mit Messerstichen verletzten.

Warum man aber den „völlig unbekannten“, mutmaßlichen Haupttäter so schnell fassen konnte, kann der folgende Polizeibericht nicht ganz erklären.
Kannten sich die 4 Männer doch besser als vom Opfer angegeben?  Ich denke, man sitzt nicht einfach so in einem Auto zusammen, ohne sich zu kennen. Eine Verbindung muss es ja geben, die aber über eine bloße Lokalbekanntschaft hinausgeht. Denn woher wussten die Beamten wo der Verdächtige zu suchen ist?

Polizeibericht LPD NÖ

Ein 40-jähriger Mann aus 1080 Wien soll am 20. November 2016, gegen 02.30 Uhr, von einem ihm bekannten Mann, einem 37-Jährigen aus 1100 Wien, sowie zwei bislang unbekannten Männern nach mehreren Lokalbesuchen in Wien, bei der Autofahrt von Wien nach Bad Vöslau beraubt, mit zwei Messerstichen im Bereich der Oberschenkel verletzt und mehrfach mit dem Umbringen bedroht worden sein.

Raubbeute waren laut Angaben des Opfers ca. 1.500 Euro Bargeld, ein Mobiltelefon sowie diverse Dokumente. Der 40-Jährige wurde aus zwei Stichwunden blutend im Freilandgebiet von Bad Vöslau, nächst der Autobahnabfahrt der A 2 Richtung Wien zurückgelassen. Er konnte einen Autofahrer anhalten, der in weiterer Folge die Polizei bzw. die Rettungskräfte verständigte.
Der 40-Jährige wurde vom Rettungsdienst in das Landesklinikum Baden gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde.

Hausdurchsuchungen erfolglos – dafür zufällige Festnahme

Im Zuge der Ermittlungen von Bediensteten der Polizeiinspektion Bad Vöslau wurde eine Festnahme- und Durchsuchungsanordnung von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erwirkt.

Gemeinsam mit Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Raub und Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, erfolgte am 29. November 2016 die Durchführung der Hausdurchsuchungen. Weiters wurden Bedienstete des Einsatzkommandos Cobra Wien zur Unterstützung beigezogen. Das Opfer gab an, dass der 37-Jährige mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnet ist.
Am Hauptwohnsitz und Nebenwohnsitz in Wien konnte der Beschuldigte nicht angetroffen werden. Auf einem Sofa wurden frei liegend zwei Stück 9 mm Vollmantelpatronen sichergestellt.

In den Nachmittagsstunden des 30. November 2016 wurde der 37-Jährige von einer Streife des Operativen Zentrums für Ausgleichsmaßnahmen auf einem Kettenanlegeplatz der A 2, im Gemeindegebiet von Vösendorf, im Rahmen der Fahndung als Insasse eines Pkws angehalten und festgenommen.

Bedienstete der Polizeiinspektion Bad Vöslau führten die Beschuldigteneinvernahme durch. Der 37-Jährige zeigte sich zum Tathergang teilweise geständig.
Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Hinsichtlich der Ausforschung der beiden bislang unbekannten Mittäter sind die Ermittlungen noch im Gange.

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