Brand in einer Asylunterkunft / Bezirk Mistelbach

Pressemeldungen aus Landespolizeidirektion und Innenministerium | © LPD/BMI/zib Pressemeldungen aus Landespolizeidirektion und Innenministerium | © LPD/BMI/zib

Polizeibericht:

In einer Asylunterkunft im Gemeindegebiet von Mistelbach brach in der Nacht zum 19. Juni 2017, gegen 02.40 Uhr, aus bislang unbekannter Ursache ein Brand aus. Der Brand dürfte im Eingangsbereich des Hauses entstanden sein.

Die Bewohner des Hauses – insgesamt zehn Männer, Frauen und Kinder – wurden von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach, teilweise auch über den Balkon, ins Freie verbracht. Alle wurden zur Kontrolle vom Rettungsdienst in das Landesklinikum Mistelbach gebracht.

Zur Presseaussendung vom 19. Juni 2017, 11.22 Uhr, wird mitgeteilt, dass ein Mann wegen Verdacht der versuchten Brandstiftung festgenommen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die dortige Justizanstalt eingeliefert wurde.
Bei den Löscharbeiten hielten die einschreitenden Beamten der Polizeiinspektion Mistelbach eine offensichtlich verwirrte männliche Person an, die vor dem Wohnhaus mit einem Feuerzeug hantierte. Die Bewohner der Asylunterkunft gaben an, dass diese Person nicht zu ihrem Wohnhaus gehört.

Die Amtshandlung wurde von Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand, übernommen.
Die Identität des Festgenommenen ist bislang unbekannt und noch Gegenstand weiterer Ermittlungen. Er hatte keine Dokumente bei sich und war bei der gesamten Amtshandlung auch nicht kooperativ.

Gemeinsam mit einem Sachverständigen des Bundeskriminalamtes wurde die Brandursachenermittlung bei dem zweistöckigen Wohnhaus durchgeführt. Die Brandentstehung lässt sich auf den Stiegenabgang zum Kellergeschoss eingrenzen. Eine subjektiv eingebrachte Zündquelle nach Art heißer, nachglühender Teilchen (Zigarettenreste) oder nach Art der offenen Flamme (Brandstiftung) dürfte den ersten Erhebungen zufolge für den Brand ursächlich sein.

An dem Wohnhaus entstand durch die starke Rauchentwicklung ein Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Verletzt wurde niemand.

Quelle