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Buslenker packen aus: Asylfahrten

Hans / Pixabay

Warum entstand diese Diskussion: Weil einer Autofahrerin auf der Autobahn von einem Busfahrer aufgefahren wurde und diese dabei  schwer verletzt wurde.

Die Flüchtlinge wurden in dem Reisebus gerade von der Grenze bei Spielfeld (Steiermark) zu einem Transitquartier in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) gebracht, als es zu dem Auffahrunfall kam. Der Reisebus prallte gegen das Heck des Pkw. Die Lenkerin wurde bei dem Unfall verletzt, wie schwer ist noch nicht klar. Die Insassen im Reisebus blieben alle unverletzt.

Die Frau führte in ihrem Wagen Farbkübel mit, die bei dem Aufprall aufplatzten und die Windschutzscheibe des Reisebusses verschmierten. Der Buslenker konnte daraufhin nicht mehr weiterfahren und blieb bei der Autobahnabfahrt Grimmenstein stehen. Dort wurden die Flüchtlinge in einen Ersatzbus umgeladen. Weshalb es zu dem Auffahrunfall kam, ist noch nicht klar.

Deshalb kam es dazu das sich etliche Busfahrer empört bei der Redaktion bei der Kronen Zeitung meldeten und ihren Unmut ausdrückten. Mit der Bitte keine Namen zu veröffentlichen.

„Wir sind bis zu 16 Stunden im Volleinsatz, es wird höchstens eine Schlafzeit gerechnet, aber keine Zeit von und hin zur Arbeit, keine Essenzeit, keine Zeit um private Dinge zu erledigen, oder gar Zeit für die Familie. Oder seine Gedanken ins klare zu bekommen, Stressabbau etc. Viele von uns haben bereits Depressionen“!

Kronen Zeitung: Sie sind extrem übermüdet, sie werden bedroht, hinter ihnen attackieren sich Asylwerber, sie verzweifeln an den Pannen im Krisenstab: Den 200 Buslenkern, die täglich Flüchtlinge von Spielfeld nach Bayern bringen, reicht’s – zwei Chauffeure decken jetzt die Gefahren bei den Asyl-Transporten auf.

„Bitte schreiben Sie nicht unsere Namen. Zwei Kollegen haben eben ihren Job verloren, weil sie bei diesen Fahrten nicht mehr mitmachen wollten“, sagt der Buslenker gleich zu Beginn des „Krone“ Gesprächs. Dann erzählen er und sein Kollege: „Am riskantesten für alle Autofahrer ist, dass wir gezwungen werden, total übermüdet unterwegs zu sein.“

Ministerium setzte Ruhezeit außer Kraft

Ein Dienstplan für eine Drei- Tages- Schicht mit einer 18- Stunden- Nonstop- Fahrt belegt das. Und: Das Innenministerium das auch für die Verkehrssicherheit zuständig ist hat per Erlass vom 14.9.2015 die Ruhezeiten für die Asyl- Chauffeure außer Kraft gesetzt.

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