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COBRA und BMI geben Sicherheitstipps für Silvester

Strafen bis zu 10.000 EURO!

Illegal hergestellte gefährliche pyrotechnische Produkte | BMI/Alexander TUMA Illegal hergestellte gefährliche pyrotechnische Produkte | BMI/Alexander TUMA

Die Kostenexplosionen 2016 werden auch heuer wieder mit viel Knallerei gefeiert. Doch der Lärm hat bisher weder den Ungeist der Bürokraten noch die alljährlichen Erhöhungen der Abzockerparteien vertrieben.
Im Gegenteil, man schießt zuvor noch eine Menge Geld in den Himmel statt gewisse Politiker zum Mond oder weiter.
Dabei werden die Menschen welche die Böllerei ablehnen immer mehr, lt. meinungsraum.at sind etwa 10% für einen ruhigen Jahreswechsel, sie lassen höchstens die Sektkorken knallen.

Jedoch gibt es immer noch genug Knallköpfe welche sich schon Tage zuvor mit furchtbaren Verletzungen oder blöden Zerstörungsaktionen bemerkbar machen. Leute denen es wurscht ist das die sinnlose Knallerei Tiere verschreckt, die Luft verpestet und: Da gibt es Unmengen an Extrem-Sozis welche alles für Kriegsflüchtlinge tun (Danke dafür), die aber im Rausch ihrer Bombenstimmung auf die Trauma ihrer Klientel vergessen.

Sicher, im jugendlichen Leichtsinn denkt man nicht an die Folgen, hat Spaß am ausgelassenen Feiern (der Autor war mal nicht anders) – aber eines Tages sollte man erwachsen werden und ein paar Regeln befolgen können.

Sicherheitshinweise für die Verwendung von Feuerwerkskörpern

Um Unfälle mit Feuerwerkskörpern vor allem zu Silvester zu vermeiden, informierten Brigadier Erwin Strametz, Abteilungsleiter für Ausbildung und Einsatz im EKO Cobra/DSE, und die Experten des Entschärfungsdienstes, Kontrollinspektor Thomas Csengel und Gruppeninspektor Helmut Szagmeister über die rechtlichen Bestimmungen, die Gefahren und den sicheren Umgang mit pyrotechnischen Erzeugnissen.
Viele Unfälle passieren durch fehlendes Gefahrenbewusstsein„, sagte Csengel. Die unsachgemäße Verwendung pyrotechnischer Artikel kann zu schweren Verbrennungen und Verletzungen von Augen oder Gliedmaßen führen. Der Konsum von Alkohol führt zu einer verfälschten Wahrnehmung und einer verminderten Reaktionszeit. Das erhöht das Risiko von Unfällen.

Tipps für den sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern

• Silvesterfeuerwerk nur von seriösen Händlern beziehen.
• Feuerwerkskörper niemals in Hosen- oder sonstigen Bekleidungstaschen aufbewahren.
• Niemals in der Nähe von brennbaren, leicht entzündlichen oder explosionsgefährlichen Bereichen verwenden (z. B. bei Tankstellen).
• Die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen und die Feuerwerkskörper entsprechend verwenden.
• Pyrotechnische Versager niemals ein zweites Mal zünden.
• Körperteile sollten niemals über Feuerwerkskörper gehalten werden, deren Effekte in die Luft sprühen oder schießen.
• Der Stab von Feuerwerksraketen sollte leichtgängig befestigt und nicht im Erdboden verankert werden. Nicht befestigte Glasflaschen können umkippen und sind daher nicht geeignet.

Feuerwerkskörper für Unterhaltungszwecke (Kategorie F)

Der Umgang mit pyrotechnischen Produkten ist im Pyrotechnikgesetz 2010 geregelt. Feuerwerkskörper für Unterhaltungszwecke fallen unter die Kategorie F und werden aufsteigend nach Gefahrengrad und Lärmpegel eingestuft. Die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 ist im Ortsgebiet grundsätzlich verboten. Der Bürgermeister kann per Verordnung Teile des Ortsgebiets von diesem Verbot ausnehmen. Des Weiteren ist der Gebrauch pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 in unmittelbarer Nähe von Menschenansammlungen verboten.

F1: Erzeugnisse, die eine sehr geringe Gefahr darstellen und einen vernachlässigbaren Lärmpegel haben, wie Tischfeuerwerke, Feuerwerksscherzartikel, Traumsterne, Knallerbsen, Partyknaller und Wunderkerzen. Sie können ab dem 12. Lebensjahr erworben werden.
F2: Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen und einen geringen Lärmpegel haben, wie Silvesterraketen, Blitzknallkörper, Schweizerkracher, Knallfrösche, Sprungräder, Fontänen („Vulkane“) und Feuerräder. Sie können ab dem 16. Lebensjahr erworben werden.
F3: Feuerwerkskörper, die eine mittlere Gefahr darstellen und deren Lärmpegel die Gesundheit nicht gefährdet, wie stärkere Silvesterraketen. Sie können ab dem 18. Lebensjahr erworben werden.
F4: Feuerwerkskörper, die eine große Gefahr darstellen, deren Lärmpegel die Gesundheit nicht gefährdet und deren Verwendung „Profis“ vorenthalten ist. Erwerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein, Fachkenntnisse nachweisen und einen Pyrotechnikausweis für F4 haben.

Strafen

Verstöße gegen die Bestimmungen durch Normalverbraucher werden mit Verwaltungsstrafen bis 3.600 Euro oder bis zu drei Wochen Freiheitsstrafe geahndet, bei Erzeugern und Händlern betragen die Strafen bis zu 10.000 Euro!

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