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Die Faszination des Jack Unterweger auf viele Frauen

Jack Unterweger Polarisierte wie kein anderer.
Die Faszination die er auf viele Frauen ausübte auch.

Jetzt kommt sogar ein Film mit ihm ins Kino, bzw. ist im Kino. Mit dem einfachen Titel Jack.

Am 16 August 1950 wurde Jack in Judenburg in der Steiermark geboren. Jack Unterweger war der Sohn eines US Soldaten. Und einer Wienerin die den Beruf was man in Wien als Hure nennt ausübt. Seine Tanten waren ebenfalls aus diesem Bereich. Er ist von diesen Menschen großteils erzogen worden. Es war sein Zuhause. Er lebte dort wo andere für Sexuellen Lustgewinn hingingen.

Am 12. Dezember 1974, als er eine Bekannte in Hessen besuchte, begegneten die beiden Magret Schäfer, die auf dem Weg von einer Weihnachtsfeier nach Hause war, und begleiteten sie. Sie fesselten das Opfer in dessen Wohnung im Elternhaus, stahlen ihr Geld und flüchteten mit dem immer noch gefesselten Opfer. Außerhalb von Ewersbach in einem Waldstück schlug Unterweger nach eigenen Angaben schließlich mehrfach mit einer Stahlrute auf Hals und Kopf des Opfers ein. Anschließend strangulierte er die Frau auf brutale Weise mit dem Draht ihres Büstenhalters und täuschte ein Sexualdelikt vor. Am 1. Juni 1976 wurde Unterweger am Landesgericht Salzburg wegen dieses Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und aufgrund seiner besonderen Gefährlichkeit in der Justizanstalt Stein inhaftiert.

Der erste Mord mit nur 24 Jahren, an einer Frau. Jack Unterweger erschlug sein Opfer, er erhängte es aber auch mit dem eigenen Büstenhalter.

Lebenslange Haft war die Folge. Doch er kam frei.

„Häfenliterat“ Quelle Wikipedia

Unterweger begann in der Haft zu schreiben. Nach seinem Debüt, dem Gedichtband Tobendes Ich, folgten unter anderem die autobiografischen Romane Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus und Kerker, die Erzählungen Va Banque, Mare Adriatico und 99 Stunden sowie zahlreiche Gutenachtgeschichten für den ORF. Er war daher bald als „Häfenliterat“, außerhalb Österreichs als „Knastpoet“ und in den USA als „Jack the Writer“ bekannt geworden. Fegefeuer wurde 1988 unter der Regie von Wilhelm Hengstler verfilmt, wobei Unterweger am Drehbuch mitgewirkt hatte. Bobby Prem spielte Jack und Jürgen Goslar den Großvater. Unterweger gab von 1985 bis 1989 die Literaturzeitschrift Wortbrücke heraus, von der zwölf Nummern erschienen. Prominente Beiträgerinnen waren unter anderen Elfriede Jelinek und Andrea Wolfmayr.

Im Jahr 1989 erhielt er den Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene.[2]

Im Häfen schreiben gelernt. Die Romane wurden veröffentlicht und verfilmt.

Bedingte Entlassung aus der Haft

Von der damaligen österreichischen Kulturszene wurde Unterweger daraufhin als Paradebeispiel für eine geglückte Resozialisierung präsentiert. Es folgten Petitionen zahlreicher Intellektueller (unter anderem Ernest Bornemann, Milo Dor, Erich Fried, Barbara Frischmuth, Ernst Jandl, Peter Huemer, Elfriede Jelinek, Günther Nenning, Günter Grass und Erika Pluhar) zu seiner vorzeitigen Entlassung.

Nach Abbüßung von 16 Jahren seiner Strafzeit wurde er nach Zustimmung des Justizministers Egmont Foregger auf der Rechtsbasis von § 46 Abs. 5[3] StGB am 23. Mai 1990 ohne weitere Auflagen bedingt aus der Haft entlassen.

Danach wurde Unterweger auf Partys herumgereicht und wurde Bestandteil der sogenannten „Seitenblicke-Gesellschaft“.[4]

23. Mai 1990 ohne weitere Auflagen bedingt aus der Haft entlassen.

16 Jahre hinter Gittern und 1990 in Freiheit. Danach begann eine Mordserie unbeschreiblichen Ausmaßes. Frauen wurden grausamst getötet, vor allem Huren traf es.

Mordserie und Anklage

Sechs Monate nach der Entlassung begann eine Serie von Morden an Prostituierten (acht in Prag, Graz, Lustenau und Wien, drei in Los Angeles), die alle auf die gleiche Weise ermordet wurden, nämlich indem jemand ihre Unterwäsche zu einem Henkersknoten band und sie damit strangulierte. Unterweger wurde verdächtigt, floh gemeinsam mit seiner damals minderjährigen Freundin und wurde am 27. Februar 1992 in Miami vom FBI festgenommen, als er versuchte, einen Vorschuss für ein Interview mit dem Magazin Erfolg zu erhalten.

Unterweger bestritt die ihm zur Last gelegten Taten bis zuletzt. Es gab jedoch schwerwiegende Indizien gegen ihn. So wurde auf dem Autositz seines BMW ein Haar gefunden, das nach einem – zum ersten Mal vor Gericht zugelassenen – DNA-Gutachten des Sachverständigen Dirnhofer mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:13 der in Prag ermordeten Frau zugeordnet werden konnte. An der Kleidung eines anderen Opfers waren Textilfasern gefunden worden, die mit dem Material von Unterwegers Schal identisch waren. Höchst belastend war auch, dass er sich bei allen diesen, geografisch weit auseinanderliegenden, Verbrechen nachweislich (z. B. für eine Lesung) am Tattag in der jeweiligen Region aufgehalten hatte – was mit Zufall kaum erklärt werden kann –, dabei aber für die eigentlichen Tatzeiten in keinem Fall ein Alibi vorweisen konnte.

Verurteilung und Tod

Unterweger wurde am 29. Juni 1994 von einem Grazer Geschworenengericht wegen neunfachen Mordes neuerlich zu lebenslanger Haft verurteilt, dieses Mal ohne Möglichkeit einer Begnadigung. Da es in zwei weiteren Fällen an den Leichen keine verwertbaren Spuren gab und ihm die Taten somit nicht nachgewiesen werden konnten, wurde er in diesen Fällen freigesprochen. In der Nacht nach dem Urteil beging er in der Justizanstalt Graz-Jakomini durch Erhängen mit der Kordel seiner Jogginghose Suizid. Wie bei den Opfern der Mordserie wies der Knoten der Kordel die gleichen komplizierten Merkmale auf.

Kronen Zeitung: Jack Unterweger lässt bis heute niemanden kalt: 21 Jahre nach seinem Tod polarisiert der einst gefeierte „Häfenliterat“ und in erster Instanz verurteilte Serienmörder noch immer. Mit ihrem dichten, assoziativen Psychogramm „Jack“  (Kinostart: 11. September) stellt sich Regisseurin Elisabeth Scharang irgendwo in die Mitte.