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Die ultimative FALCO – Doku

Falco, der Poet Falco, der Poet - das missing link zwischen Pop und Avantgarde. Bild zeigt eine Szene aus dem Musikvideo Junge Römer | Foto: ORF/Das Medienstudio

Diese umfassendste und letzte FALCO Doku ihrer Art sorgt schon vor der Sendung für einen unnötigen Shitstorm. Dabei kommt sie von einem Kenner und Mitgestalter der Szene, einem Wegbegleiter vieler Stars: Rudolf Dolezal.

Es ist nur eine, von div. Medien herausgerissene Zeile, welche für den Wirbel sorgt. Eine Aussage, welche den Tod des einzigen österreichischen Weltstar des Pop in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Und man vergisst, dass diese „lange vorbereitete Annäherung an das Phänomen FALCO“ (so Dolezal) sicher noch viele, sehr genau recherchierte Passagen enthält.

Genauso wie die in vielen, oft konträren, grellen wie auch düsteren Farben schillernde Kunstfigur FALCO aus unbegreiflich vielen Facetten bestand – so wird auch eine Doku von Dolezal alle diese mit Respekt und dennoch mit Detailschärfe ausleuchten.

Omnipräsenz zum 60er in allen Medien

Rudi Dolezal hat der nächsten Generation viel zu erzählen! | ©: Franz Johann Morgenbesser

Rudi Dolezal hat der nächsten Generation viel zu erzählen! | ©: Franz Johann Morgenbesser

35 Sendungen habe ich gezählt, welche an diesen Tagen (bis ca. Ende Februar) auf etlichen Sendern laufen. ORF, 3sat, ServusTV, Puls 4, MDR, One, BR, Kabel 1, VOX …

Viele der FALCO – Dokus sind von oder mit Rudolf Dolezal, dies ist kein Wunder, denn als Teil der kongenialen Torpedo-Twins „DoRo“ hat der Musikfilmer Dolezal, damals noch mit seinem ehem. Geschäftspartner Hannes Rossacher, enorm vieles für die Szene geleistet.

Ohne die oft legendären Musikvideos wären viele nationale wie internationale Stars nie so weit gekommen, auch Falco´s musikalische Werke bekamen durch kreative Videos erst so richtig Auftrieb.

Dolezal sollte als Kenner der Szene unumstritten sein, dies zeigten ua. seine Backstage-Beiträge auf servus.tv und er kennt wirklich brisante Details vieler Pop-Ikonen, von lebenden oder leider bereits verstorbenen Superstars.

Und er wahrt trotz all des Wissens immer die Würde dieser Leute. Sicher, man erfährt oft unglaubliches (auch über Falco), aber er weiß wo die Grenze ist, was man als Insider für sich behält und was nicht.

„Kapital aus posthumen Geburtstag“

So ist es umso unglaublicher, dass man ausgerechnet Rudi Dolezal vorwirft „Kapital aus dem posthumen Geburtstag“ zu schlagen. Denn er hat wieder eine große, aber allerletzte Doku gemacht: „Falco – Die ultimative Doku zum 60. Geburtstag“ (zB. auf Puls 4 ab 17. 2 20:15).

Darin erzählt ua. Falcos Freund, Mitbewohner und ehem. Manager: „Er war hoffnungslos verliebt!
Jener Satz lässt lässt nun neue wilde Spekulationen erblühen, man meint „dass dem Horrorunfall eine unglückliche Romeo- und- Julia- Romanze des Sängers vorausgegangen sei und es Gerüchte gebe, der Sänger habe sich umgebracht„.

Wir werden es nie wirklich erfahren, warum dieser tragische Abgang passierte. Tatsache ist, die Welt verlor damals einen außergewöhnlichen Künstler, der nicht nur „Weltberühmt in Österreich“ war.
Man sollte das Werk ehren, so unvoreingenommen nehmen wie es die Jungen tun und mit den Wegbegleitern mitfühlen welche Lücke der Star hinterlassen hat …

R.I.P. FALCO

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