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Dr. Alexander Wrabetz bleibt ORF-Generaldirektor

Knappe Mehrheit mit 18:15 Stimmen gegen Herausforderer Mag. Richard Grasl

Dr. Alexander Wrabetz ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz | Foto: ORF/Thomas Ramstorfer.
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Dr. Alexander Wrabetz zum dritten Mal in Folge zum ORF-Generaldirektor bestellt

Der amtierende Generaldirektor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz schaffte damit etwas das noch keinem ORF Chef bisher gelang.

Er wurde heute, am Dienstag, dem 9. August 2016, in der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrates mit einer Mehrheit von 18 Stimmen zum dritten Mal in Folge zum ORF-Generaldirektor bestellt (15 Stimmen entfielen auf Mag. Richard Grasl, es gab zwei Enthaltungen). Die fünfjährige Funktionsperiode beginnt mit 1. Jänner 2017 und endet am 31. Dezember 2021.

Erste gemischte Reaktionen

ROT und SCHWARZ sind natürlich die ersten Gratulanten, immerhin haben ihre Stiftungsräte brav nach der Parteilinie gestimmt.

SPÖ-Mediensprecher Josef Cap: „Wrabetz‘ Wahl ist positiv für die Zukunft des ORF und damit ein Erfolg für die ZuseherInnen und die HörerInnen“, so der SPÖ-Abgeordnete. „Sowohl in der wirtschaftlichen Performance des Unternehmens als auch bei journalistischer Kompetenz und Programminhalten gab es in den letzten Jahren eine absolut positive Entwicklung, die nun fortgesetzt werden kann.

ÖVP-Generalsekretär und Mediensprecher Peter McDonald kommentiert die hauchdünne Mehrheit von Wrabetz aber so  „Grasl und sein Konzept erhielten großen Zuspruch. Es ist essentiell, diese Reformvorschläge in die Arbeit des ORF einfließen zu lassen und sich nicht am Rücken der Gebührenzahler abzuwälzen“

Der Mediensprecher der Grünen, Dieter Brosz, wünscht „Wrabetz notwendige Kraft für spannende Herausforderungen“ Er meint sicher auch das geänderte Mediennutzungsverhalten gerade bei jüngeren Altersgruppen.
Dabei kann er aber auch einen Seitenhieb gegen den „blauen Machtrausch“ der FPÖ nicht lassen.

Team Stronach Klubobmann Robert Lugar kommentiert das Ergebnis so: „Die Entscheidung für Alexander Wrabetz ist eine Entscheidung für Kontinuität“.

NEOS-Vorsitzender und Klubobmann Matthias Strolz sieht das Ergebnis als „letzten Rest groß-koalitionärer Allmachts-Phantasien“ und: „Ich gratuliere Alexander Wrabetz zur Bestellung zum ORF-Generaldirektor und wünsche ihm für seine Arbeit verschlossene Ohren für die Einflüsterer aus der Politik und einen offenen Blick für die Herausforderungen in der Medienlandschaft.

FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Herbert Kickl: „Die Wiederwahl von Alexander Wrabetz zum Generaldirektor des ORF ist eine vertane Chance statt eines notwendigen Neubeginns für den ORF. Sie bedeutet im Wesentlichen, dass strukturell alles so bleibt, wie es ist, und notwendige Reformen zugunsten einer rot-grün-rosa Postenpackelei geopfert wurden


Kurzporträt

Alexander Wrabetz ist seit 2007 Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Österreichischen Rundfunks. Wrabetz besuchte von 1970 bis 1978 das 2. Bundesgymnasium XIX in Wien.
Nach Abschluss des Studiums und der Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften im Jahr 1983 absolvierte Wrabetz sein Gerichtsjahr.
Von 1984 bis 1987 arbeitete er in der Girozentrale und Bank der Österreichischen Sparkassen AG. 1987 wechselte er als Assistent des Vorstandes in die Österreichische Industrieverwaltungs-AG (ÖIAG), war ab 1992 Geschäftsführer der Voest Alpine Intertrading GmbH in Linz und danach, von 1995 bis 1998, Vorstandsmitglied der ebenfalls zur ÖIAG gehörenden VAMED in Wien.
In mehreren Unternehmen der ÖIAG war er im Aufsichtsrat tätig. Ab 1995 war er Mitglied des ORF-Kuratoriums, von 1998 bis 2006 Kaufmännischer Direktor des ORF.

 

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