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Ein steiniger Weg zum Kredit

geralt / Pixabay
  • Egal ob der Häuslbauer
  • Unternehmer
  • Autokäufer
  • Möbeleinrichtung
  • Oder einfach Unterhaltungsindustrie

Der Weg zum Kredit ist ein steiniger.
Unternehmer kann es die Existenz kosten, wenn sie gerade da keinen Kredit mehr bekommen.

Viele wissen ein Lied davon zu singen und die Sorgen, machen zusätzlich Stress.

Strenge Vorschriften und unsichere Aussichten sorgen trotz historisch niedriger Zinsen derzeit für Zurückhaltung bei der Nachfrage von Krediten. Die „Krone“ hat die Angebote diverser Geldinstitute miteinander verglichen.

Rechtzeitig den Betrieb bekanntmachen, würde vielleicht Geldgeber bringen. Doch viele verschlafen diese Chance einfach.

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Viele wurschteln weiter und schleppen sich zu Bank, zur Bank.

Noch nie war das Schuldenmachen so günstig wie jetzt. Durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sind die Konditionen im Keller, der Leitzinssatz bei null Prozent. Daran dürfte sich auch bis Anfang 2017 nichts ändern, rechnen jedenfalls die Experten von Raiffeisen.

Verschärfte Kreditrichtlinien

Trotzdem kommt die Kreditnachfrage nicht so richtig in Schwung. Einerseits halten sich die Betriebe weiterhin zurück, andererseits steigen private Haushalte angesichts wachsender Arbeitslosenzahlen und unsicherer Zukunftsaussichten auf die Bremse. Dazu kommt, dass die Kreditrichtlinien in den letzten Jahren verschärft wurden und die (formalen) Vergabevorschriften viel aufwändiger sind.

Treichl: „Sparer sind die großen Verlierer“

Null Zinsen, zu wenig Kreditnachfrage: Erste- Group- Chef Andreas Treichl spricht im „Krone“ Interview über die fatalen Folgen einer verfehlten Geldpolitik in der Eurozone. „Die Sparer sind die großen Verlierer der Null- Zins- Politik. Aber Negativzinsen wird es für sie nicht geben“, sagt Treichl.

„Krone“: Die EZB hat die Zinsen auf null gesetzt, davon profitieren die Staaten mit hoher Verschuldung. Die Wirtschaft springt nicht an, die Sparer werden weiter enteignet. Macht das dann noch Sinn?
Andreas Treichl: Das kommt mir vor wie bei einem Arzt, der nach der wenig erfolgreichen Operation dem Patienten sagt, ohne OP wäre er noch schlechter dran gewesen. Aber im Ernst: Das Rezept hilft nicht, weil die hoch verschuldeten Staaten nicht so reagieren, wie sie müssten, nämlich die Niedrigzinsen für Strukturreformen zu nützen und Impulse fürs Wachstum zu geben. Da zähle ich Österreich dazu.

„Krone“: Es ist unglaublich viel billiges Geld da, das nichts kostet und das trotzdem keiner will.
Treichl: Viele behaupten, dass wir Banken zu blöd sind, um den Leuten Kredite zu geben. Dabei ist das völlig realitätsfremd. Es interessiert niemanden, ob er für zehn Jahre ein paar Zehntel mehr oder weniger zahlt, wenn er Geld ausborgt. Die Politik versteht es nicht, den Menschen Vertrauen in die Zukunft zu geben. Das ist aber die Voraussetzung für Investitionen.

Zu Tode reguliert.

Die Bankgeschäfte werden zu Tode reguliert, hier geht es nur noch mit Alternativen. Aber auch hier gilt, rechtzeitig vorsorgen ist der halbe Kummer.

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