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Einkommensgerechtigkeit in der Landwirtschaft

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Große Einkommensunterschiede – Schere wird größer.

Auf die großen Einkommensunterschiede im landwirtschaftlichen Bereich wies SPÖ-Abgeordneter Walter Schopf in seinem Debattenbeitrag zum „Grünen Bericht“, der die Einkommenssituation in der Landwirtschaft darstellt, hin. Vor allem Nebenerwerbsbauern hätten sehr geringe Einkommen und die Schere der ungleichen Einkommensverteilung werde leider größer, so Schopf, der weitere Maßnahmen für mehr Verteilungsgerechtigkeit forderte.

Schopf verwies auf die Einkommensdaten des „Grünen Berichts“: So befinden sich am unteren Ende der Einkommensskala die Nebenerwerbsbauern mit einem jährlichen Durchschnittseinkommen pro Kopf von von 4.752 Euro – das entspricht in etwa einem Einkommen an der Geringfügigkeitsgrenze. Haupterwerbs-LandwirtInnen verdienen im Durchschnitt 29.530 Euro. Das entspricht ziemlich genau dem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen aller unselbstständig Erwerbstätigen und liegt um einige tausend Euro über dem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen der Arbeiterinnen und Arbeiter –„vor allem deutlich über dem Einkommen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft“, betonte Schopf. Und schließlich gebe es die Gruppe der großen „Marktfrucht“-Bauern mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 50.842 Euro – „ein Wert, den die Mehrheit der Selbstständigen in Österreich nicht erreicht“.

Die Bandbreite an Einkommensgruppen in der Landwirtschaft sei jedenfalls groß „und die Schere wird größer“. Während die Einkommen der Haupterwerbsbauern- und bäuerinnen in etwa gleich bleiben, sinken jene der kleinen Bauernhöfe und der Nebenerwerbsbetriebe. Vor diesem Hintergrund sei es richtig gewesen, die Basisprämie für Betriebsinhaber heuer erstmals mit 150.000 Euro zu deckeln. „Ein erster Schritt zu mehr Verteilungsgerechtigkeit, dem noch weitere Maßnahmen folgen müssen“, so Schopf

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