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Erste Bilanz nach einem Jahr gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung „gemA 50+“

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LH-Stv. Sobotka/AMS-Landesgeschäftsführer Fakler: 244 Personen vermittelt, 131 Partnerorganisationen gefunden

St. Pölten (OTS/NLK) – Im Juni vergangenen Jahres starteten das Land Niederösterreich und das Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich das gemeinnützige Überlassungsprojekt „gemA 50+“, mit dem Ziel, langzeitarbeitslose Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher im Alter ab 50 Jahren berufliche Wiedereinstiegsmöglichkeiten in Gemeinden oder gemeinnützigen Einrichtungen zu bieten. Zu diesem Modell der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung zogen heute, Mittwoch, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Mag. Karl Fakler mit Traisens Bürgermeister LAbg. Herbert Thumpser, MSc und Lilienfelds Bürgermeister Herbert Schrittwieser in Traisen Bilanz.

Bisher konnten 244 Personen vermittelt werden, dafür konnten 131 Partnerorganisationen gefunden werden. In Traisen und Lilienfeld konnte mit gemA-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern ein gemeinsames Wanderwege-Projekt realisiert werden, das über die Naturfreunde abgewickelt wurde. Das zeige, dass der Tourismus in Niederösterreich auch in kleinteiligen Strukturen zu einer Wirtschaftskraft geworden sei, so Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka. „Der Tourismus ist eine Zukunftsperspektive, um den Menschen Beschäftigung zu geben“, so Sobotka. Jeder dritte Arbeitslose sei über 50 Jahre alt und ein Drittel der über 50 Arbeitslosen sei langzeitarbeitslos. Es sei wichtig, dass diese Menschen wieder in einen Arbeitsrhythmus kommen, man müsse ihnen eine Perspektive geben.

Mit gemA können Gemeinden und gemeinnützige Vereine langzeitarbeitslose Personen über 50 Jahre für maximal 350 Euro im Monat anstellen. Die restlichen Lohnkosten von durchschnittlich 2.230 Euro werden vom AMS Niederösterreich gefördert. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten dennoch das volle Gehalt, entsprechend ihrem Einsatzgebiet – im Schnitt 1.500 Euro brutto. Über den Verein Jugend und Arbeit wird vom Land Niederösterreich die administrative Abwicklungsstruktur zur Verfügung gestellt. Das sei auch „ein Asset für die Gemeinden“, denn damit könne man auch temporäre Arbeitsspitzen abfedern.

„Arbeit muss einen Sinn machen, sie muss den Menschen erfüllen“, so Sobotka. Dazu trage das gemA-Projekt bei, Ziel sei es, die Menschen wieder in reguläre Beschäftigung zu bringen. Bei den 244 Personen wurden nur 30 Arbeitsverhältnisse vorzeitig beendet, 220 haben eine Vollanstellung gewählt, jeder zehnte wurde von der Gemeinde oder vom Verein übernommen. Der Landeshauptmann-Stellvertreter bedankte sich bei allen Projektpartnern.

AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Fakler sagte, dass jeder der arbeiten wolle, auch arbeiten könne, vorausgesetzt man gebe ihm die Gelegenheit zur Arbeit. Ziel des gemA-Projekts sei es, die Fähigkeiten der Menschen weiterzuentwickeln und vor allem ihre Motivation zu erhalten. Die Dauer der AMS-Förderung sei in der Regel auf drei Monate befristet, das Beschäftigungsausmaß pro Person müsse mindestens 20 Wochenstunden betragen. Von den 131 Partnerorganisationen seien 17 Gemeinden, die Einsatzgebiete seien dabei sehr vielfältig, unter anderem am Bauhof, im Kindergarten, im Freibad oder bei der Grünraumpflege. Für das Projekt seien noch Mittel vorhanden, man werde dieses daher auch 2016 fortführen. Insgesamt habe man für 2015 ein Budget von 19 Millionen Euro.

Traisens Bürgermeister Thumpser betonte, dass „hervorragende Arbeit in Traisen geleistet“ worden sei. Insgesamt seien von vier gemA-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern vier Wanderwege mit insgesamt 42 Kilometern neu gestaltet worden. „Die Wanderwege werden nun ganz anders angenommen als früher“, so Thumpser. Das Besondere an diesem Projekt sei außerdem die Zusammenarbeit mit den Naturfreunden. Thumpser bezeichnete das „gemA“-Projekt als „Vorzeigeprojekt für Niederösterreich“, von dem die Gemeinden wesentlich profitiert hätten.

„Danke, dass wir Kooperationspartner in diesem Projekt sein konnten. Alle Beteiligten sind Gewinner – die Gemeinden und die Leute, die wertvolle Arbeit für die Allgemeinheit erbracht haben“, so Lilienfelds Bürgermeister Schrittwieser. Beim Wanderwege-Projekt seien gute Beschäftigte am Werk gewesen, die auch gute Voraussetzungen von der Berufsausbildung her mitgebracht hätten. Geschaffen worden seien „gut gepflegte und aufbereitete Wanderwege“, so Schrittwieser, der sich bei allen Seiten für das Projekt bedankte.

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