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Flüchtlingspolitik: Empörung über Kurz-Vorstoß

Europa solle für seine Flüchtlingspolitik „von Australien lernen“, sagt Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Ausgerechnet von Australien, das für seine rigorose Abschottung und Abschreckung gegenüber Bootsflüchtlingen auf der ganzen Welt kritisiert wird. Wer übers Meer kommt, hat keine Chance, im Land Asyl zu bekommen und wird in Internierungslager auf weit entfernten Inseln gebracht. Kurz schlägt nun vor, Flüchtlinge, die übers Mittelmeer kommen, auf eine Insel wie Lesbos zu bringen. Nahezu alle Reaktionen darauf sind negativ: Australien ist kein Vorbild für Europa, sagt etwa die EU-Kommission.

Für alle die sich über die Pläne eines Sebastian Kurz aufregen: Die Schlepper verdienten bis jetzt an die 6 Milliarden Euro.

Außenminister Kurz verteidigt Australien-Vorschlag

Die Rettung aus dem Mittelmeer dürfe kein Freifahrtschein nach Europa sein, sagt Auenminister Sebastian Kurz (ÖVP) – und verteidigt seinen Vorstoß, bei der Überfahrt aufgegriffene Flüchtlinge auf einer Insel zu internieren.

Das sagt Kurz im Zib 2 Interview dazu.