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Gerald Loacker: „Arbeitslose brauchen Qualifizierung statt einer Beschäftigungstherapie“

stux / Pixabay

NEOS zu Kern-Vorstoß: Aktion 20.000 verstärkt strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt.

Alarmiert zeigt sich NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker zur heutigen Forderung des Bundeskanzlers, die „Aktion 20.000“ auszuweiten: „Diese Aktion ist noch gar nicht voll umgesetzt, die Wirkung ist mehr als fraglich und die Langzeitfolgen sind weiterhin unklar – trotzdem will Kern einen Ausbau.
Das macht deutlich, dass es der SPÖ nicht um nachhaltige Lösungen geht, sondern allein darum, die Arbeitslosen zu kaschieren.“ Loacker sieht durch die „Aktion 20.000“ wichtige Entwicklungen am Arbeitsmarkt nicht berücksichtigt: „Die Aktion 20.000 geht an den Entwicklungen des Arbeitsmarktes vorbei.
Die Zahl der offenen Stellen wächst überdurchschnittlich.
Die Arbeitssuchenden besetzen diese Stellen aber nicht.
Anstatt die ohnehin von der Wirtschaft angebotenen Stellen zu besetzen, will Kern nun weitere Phantasiejobs ohne wirkliche Aufgabe und Sinn schaffen“, erläutert der NEOS-Sozialsprecher die eigentlichen Probleme.

„Wir müssen die arbeitssuchenden Menschen auf die ohnehin offenen Stellen vorbereiten. Dazu gehören passende Schulungsmaßnahmen. Es braucht aber auch Arbeitsanreize, denn die angebotenen Jobs sind oft nicht dort, wo die Arbeitssuchenden sind,“ fordert Loacker abermals das Überdenken von Zumutbarkeitsbestimmungen und schließt: „Ein Job ohne Aufgabe und Sinn ist mindestens so demütigend wie die erfolglose Arbeitssuche selbst. Er degradiert die Menschen zu Bittstellern gegenüber der Sozialdemokratie.“

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