Großeinsatz: Doppelhaushälfte abgebrannt

Unter Einsatz aller schweren Geräte konnte die 2.te Doppelhaushälfte gerettet werden!

20170801 Großeinsatz Wohnhausbrand Wr. Neudorf Löschangriff von oben per Drehleiter und Teleskopmastbühne | Foto: © FF-WR-NEUDORF.AT

Kurz nach Mittag erreichten uns dramatische Bilder von einem brennenden Haus, inmitten einer schneebedeckten Siedlung klaffte eine schwarze, qualmende Lücke. Nun liegt der Endbericht des Großeinsatzes in Wr. Neudorf vor.

Wohnhausbrand in Wiener Neudorf fordert drei Verletzte

Am 8. Jänner wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf um 11:46 Uhr mit Sirene zu einem Wohnhausbrand in der Mitterfeldgasse alarmiert. Die Einsatzadresse liegt im dicht bebauten Ortskern in einer Wohnsiedlung. Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Doppelhaus in Holzriegelbauweise, von dem eine Hälfte durch den Brand direkt betroffen war.

Bei Ankunft der Feuerwehr Wiener Neudorf stand das Erdgeschoss des Wohnhauses bereits in Vollbrand. Um die Intensität des Brandes zu brechen, wurde erst ein Außenangriff durchgeführt – danach drangen Feuerwehrleute unter Atemschutz auch in das Innere des Hauses vor.

Die Besitzerin des Wohnhauses und deren Pflegerin konnten sich noch selbst in Sicherheit bringen, sie wurden aber verletzt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Im Innenangriff konnte der Brand soweit bekämpft werden dass die zweite Doppelhaushälfte geschützt werden konnte.

Strom und Gas mussten vom Energieversorger bzw. der Feuerwehr abgedreht werden. Über die Drehleiter der FF Wiener Neudorf und die Teleskopmastbühne aus Mödling musste das Dach geöffnet werden, um den Brand von oben zu bekämpfen. Dazu musste in der Erstphase auch ein Baum vor dem Brandobjekt umgeschnitten werden.

Insgesamt 20 Atemschutztrupps der Feuerwehren aus dem Bezirk Mödling waren notwendig, um den Brand bekämpfen zu können. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten dauerten bis in die späten Nachmittagsstunden. Dabei mussten Wände und Decken und auch die Fassade teilweise mit Motorkettensägen und schweren Werkzeug unter Atemschutz geöffnet werden um auch letzte Glutnester abzulöschen. Im Zuge der Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann und wurde im Schulterbereich verletzt.

Um 16:50 Uhr meldete Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Walter Wistermayer „Brand aus“. Um ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern, wird eine sogenannte Brandwache an der Einsatzstelle bleiben.

Insgesamt standen 113 Feuerwehrmitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Biedermannsdorf, Brunn am Gebirge, Guntramsdorf, Laxenburg, Maria Enzersdorf, Mödling und Wiener Neudorf mit 24 Fahrzeugen im Einsatz.

Bericht & Fotos: www.ff-wr-neudorf.at

Quelle

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