Happy End: Pfadfinder wieder gefunden!

Das Lagerleben geht weiter - wir wünschen den tapferen Kids noch schöne Ferien!

Pfadfinder gefunden Die beiden Herren fanden die Gruppe: Oberbrandinspektor Werner Fasching, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich und GrInsp Manfred Schmidt, Polizeiinspektion Oberpullendorf | © LPD Burgenland

Auch Pfadfinder können einmal den Pfad nicht finden und eine große Suchaktion nach einer abgängigen Gruppe blieb zunächst bis in die Nacht erfolglos. Doch ein Feuerwehrmann und ein Polizist fanden die Kinder schließlich am nächsten Morgen!

Eine Pfadfindergruppe von sieben Kindern aus Wien im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, die sich am 06.07.2017 in der Nähe des Geschriebensteines im Gemeindegebiet von Rechnitz, Bezirk Oberwart, verirrt hatte, wurde am folgenden Morgen gegen 05:25 Uhr unversehrt aufgefunden. Die Kinder befanden sich in einem Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich, Bezirk Oberpullendorf.

8 Gruppen los marschiert – doch nur 7 kamen an!

Die Pfadfindergruppe errichtete in Oberpullendorf nächst der „Kaisereiche“ ein Lager. Am Morgen des gestrigen Tages wurden die Kinder mit einem Bus von Oberpullendorf nach Rechnitz gebracht. Gegen 09:00 Uhr bildeten die Betreuer acht Gruppen, die alleine auf markierten Wegen durch den Wald des Günser Gebirges über den Geschriebenstein von Rechnitz nach Lockenhaus gehen sollten.

Die jungen Pfadfinder waren gut ausgerüstet und hatten unter anderem einen Schlafsack, eine Decke und Reservekleidung bei sich. Ihre Betreuer begaben sich gesondert zur Aussichtswarte des Geschriebensteines, wo an einem Kontrollpunkt ein Treffpunkt mit den einzelnen Gruppen vereinbart war.

Als die Gruppe mit den sieben Kindern (zwei Mädchen, fünf Buben) um 16:00 Uhr den Treffpunkt noch nicht erreicht hatte, suchten die Verantwortlichen zunächst die Umgebung ab, wobei sie auch in Richtung Rechnitz zurückgingen.

Große Suchaktion blieb vorerst ohne Erfolg

Nachdem diese Suche erfolglos blieb, erstatteten sie gegen 21:40 Uhr auf der Bezirksleitstelle in Oberpullendorf die Anzeige.

Unter Leitung des Bezirkshauptmannes von Oberpullendorf, WHR Mag. Klaus Trummer, wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion, an der Polizei, Feuerwehr, zwei Förster der Esterházyschen Gutsverwaltung, die Rettungshundebrigade, das Rote Kreuz sowie der Arbeitersamariterbund mit insgesamt 103 Einsatzkräften und 18 Suchhunden teilnahmen, gestartet.
Ein Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres war ebenfalls im Einsatz.

Am nächsten Morgen fand eins der Teams die Kinder

Aufgrund des unwegsamen Geländes mussten mehrere Einsatzteams gebildet werden, wobei jedem Team ein ortskundiges Suchorgan zugeteilt wurde.
Gegen 05:25 Uhr durchstreifte ein Polizist der Polizeiinspektion Oberpullendorf mit einem Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich ein Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich.
In unmittelbarer Nähe der „Blauriegelhütte“ wurden sie auf die Kinder aufmerksam und geleiteten sie zur Burg Lockenhaus, wo sie vorerst auf Wunsch der Eltern untergebracht wurden.

Einige Eltern kamen noch während der Nacht nach Lockenhaus und wurden im Feuerwehrhaus – bis zur Auffindung der Kinder – von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. In Absprache mit Eltern und Betreuern wird das „Lagerleben“ weiter fortgesetzt – die Kinder bleiben in Oberpullendorf.

Quelle

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