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In eigener Sache

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Dies ist meine Stellungnahme zu den hier kürzlich veröffentlichten Vorkommnissen im direkten Umfeld. Viele wissen um was es geht, oder glauben dies.
Andere, weiter entfernte Leser und insbesondere Werbekunden wissen nichts davon, sollten aber auch nicht im unklaren gelassen werden.

Für die meisten Nachbarn ist alles klar, man muss sich vor uns in Acht nehmen, wir seien Täter und nicht Opfer. Mag sein, dass jene die erst nach gewissen Ereignissen (welche zur derzeitigen Situation führten) hier her kamen  und diese haben ihr „Wissen“ ua. von denen die an der Eskalation mit Schuld sind.

Um die aktuelle Lage zu verstehen muss ich etwas ausholen. Denn ich kann die Dinge nur chronologisch geordnet erklären.

Wir, meine Lebensgefährtin Doris und ich, begannen schon vor über 3 Jahrzehnten die wenig positiven Erlebnisse unserer frühen Jahre mit sehr viel Arbeit zu überschreiben. Man gründete ein Business nach dem anderen und arbeitete nebenbei unselbsständig. Neidgenossen und Behörden sägten daran und wir kämpften weiter.

Wahlheimat und Zufluchtsort Furth

1997 wollten wir die letzten Renovierungen an unseren Haus erledigen als plötzlich, über Nacht die Arbeit von Jahren durch das Hochwasser zerstört wurde. Als am schlimmsten betroffene Familie von NÖ gab es keine Chance für einen Wiederaufbau, wir hatten alles verloren.
Da half auch meine hoch bezahlte Anstellung nichts – wir mussten weg. Lange durfte die Suche nicht dauern, denn auch im Juli konnte es ohne Dach übern Kopf ungemütlich sein.

Das brachte uns in die Wahlheimat Furth, in einen Ort dem wir schon lange zuvor verbunden waren. Konkret hier her, in die Au, in ein schönes, neues Wohnhaus. Da damals nicht vermietet wurde, kauften wir die Wohnung Nr. 4.
Man fühlte sich wohl: Schöne Wohnung, ruhige Gegend, auch die Integration in die Dorfgemeinschaft ging schnell. Man war Gemeinderat, ist (noch) Webmaster und vielfach IT-Berater für Firmen, Vereine und Parteien.

Im Haus selbst packten wir mit an, brachten viele Dinge mit die heute noch irgendwo im Haus installiert sind. Ich reparierte Sachen, wir säuberten die Wiese welche damals noch ein Bauschutthaufen war, erneuerten den Rasen und pflanzten Sträucher, verlegten fehlende Antennenkabel, tauschten Steckdosen, half manchen bei Problemchen mit ihren E-Geräten, schloss Computer ans Netz, man fuhr für … einkaufen, … uvam.

10 Jahre ging das gut, 10 Jahre waren wir glücklich hier!

Und es weht plötzlich ein anderer Wind

Einige Bewohner verließen uns für immer, andere kamen. Und so um 2007 häuften sich die Einzüge junger Leute – was wir zunächst gut fanden, es fehlten ohnehin auch Kinder im Haus, mehr Leben, mehr Action, ja warum nicht?

Doch allmählich drehte sich der Wind, langsam und hinterhältig sahen wir uns immer mehr mit seltsamen Andeutungen konfrontiert. Ich selbst glaubte kein Wort von dem was die, nun wenigen Vertrauten da sagten. Zu grauslich waren die Vorwürfe gegen uns und wir hatten (noch) nie selbst so etwas gehört.
Klar begann man darauf hin mal auf die, seit längerem stattfindenden Tratschereien im Stiegenhaus zu hören. Wenn beide Autos weg waren glaubten die Leute wir wären nicht da und was da alles zur Sprache kam – das verschlug mir die selbige!

Doch ich, bzw. wir gingen auf die Leute zu und wollten wissen was Sache ist, stellten die Fakten klar. Trotz aller falschen Beteuerungen der Verleumder und deren Mitläufer blieb man vorsichtig.
Aber mit der folgenden Welle an Anzeigen konnte man nicht rechnen:

  • unsere (nicht mehr lebenden) Hunde, welche auf die Wiese scheissen würden
  • unsere Autos mit denen wir ständig auf derselben herumkurven
  • zugeklebte Türschlösser, Dreck im Flur und umgekippte Töpfe
  • private Sachen welche das Stiegenhaus verstellen würden
  • oder gar Ruhestörung wurde uns vorgeworfen.
  • Und der Gipfel: Man schob uns Anzeigen in die Schuhe, welche andere machten!

Das sich auch die tollen und ach so beliebten, erfolgreichen, super fleißigen, schönen und unsterblichen Bewohner gegenseitig mit hinterrücks oder offen ausgetragenen Verbalinjurien beflegelten war egal. Denn spätestens beim Klebstoff Alkohol, welcher die oberflächliche Gesellschaft zusammenhält waren alle wieder einer Meinung! Nämlich der, dass nur wir an allen Schuld sind

Da man aus guten Grund bei den, zeitweise im Wochen(end)takt abgehaltenen Partys nicht dabei war galt man sowiso als Sonderling. Und egal wer sich wegen Ruhestörung aufregte man konnte die Anzeigen allesamt denen in Top 4 anlasten. OK, ich gebe zu, zeitweise nur mit Kopfhörer am PC zu sitzen weil ich va. Nachts durcharbeite und diese Arbeit viel Konzentration erfordert. Und wenn es dann bis 5 Früh so zugeht und die dann die Horde schreiend und sich ankotzend durchs Haus rumpelt, dass ist auch nicht so toll.
Aber ich war auch mal jung, hatte 10 Jahre eine eigene Diskothek und man feierte auch – aber nicht unbedingt immer nur in einen Mehrparteienhaus, wir gingen aus!
Doch heutzutage scheinen die Partylöwen eher gern unter sich zu bleiben, hocken lieber zuhaus herum. Na gut, von mir aus, aber wenigstens wäre die alten Gepflogenheit, Events vorher per Aushang zu verkünden auch eine Idee.

Trotz allem gab es immer noch einige wenige Personen mit denen man reden konnte und so blieb man auch am Laufenden was der Hausfunk so über uns verbreitete. Leider zogen manche davon auch aus, der eine schnell und schmerzlos, eine andere unter Tränen – aber nicht wegen der Trennung vom Ehrenwerten Haus…

Der nächste Exodus?

Das Mobbing ergab so um 2010 einen ersten Höhepunkt welcher uns zur schweren Entscheidung führte die Wohnung zu verkaufen. Doch verschenken tue ich sie auch nicht – denn dann hätten die Subjekte ihren Willen. Da die Angebote nicht ganz unserer Vorstellung entsprachen blieben wir hier.
Auch unser Hund wurde älter, wir wollten ihr keinen überstürzten Exodus zumuten wie es ihren Vorgänger wegen des Hochwassers erging. 2012 starb Jessy und als die Tierärztin sie raus trug und wir ihr das letzte Geleit gaben – da hob ein Lachen im Haus an! Jeder der Leute die ja 22 Stunden täglich arbeiten war wie immer Zuhause und so gafften sie von den Balkonen, erfreuten sich am Trauerschauspiel.
Wir weinten um unser Kind und das Irrenhaus feierte!
Das tat extrem weh!
Und da das sogar die Ärztin bemerkte war es keine Einbildung…

Doch weil ab nun niemand mehr bei uns war, der uns so brauchte, vergruben wir unserer Trauer unter einen Berg von Arbeit. Man begann wieder mit den Schreiben, Jahrzehnte nach den Anstellungen im Journalismus.
Nicht um sich als „Mitarbeiter“ auszugeben, sondern aus Freude an der Sache. Wieder verbreiteten wir die schönen Dinge unsere Ortes und des Tales in alle Welt.

Doch wer glaubt, dass wir nun alles was früher oder eben erst geschah, vergessen, der irrt. Und so schreibt man auch über die Vergangenheit. Warum sollen nur andere die Gedenkjahre an dunkle Zeiten zelebrieren dürfen?
Man hat auch das Recht die weit zurückliegenden Dinge aufzuarbeiten, oder?.
Aber: Nein, hatten wir nicht! Auch wieder aus nächster Nähe kamen die Argumente gegen uns. Aufgrund einer abgrundtiefen Verleumdungskampagne schnitt man uns von einigen Medien ab!

OK, als Webprogrammierer der ersten Stunde kann man sich doch leicht ein eigenes BLOG einrichten und fortan im schnellsten Medium berichten. Gesagt , getan und mit Hilfe eines (leider sehr) weit entfernten Mäzen´s gründeten wir Ende 2013 Zeit im Blick.
Jenes Projekt schlug ein, schnell schossen die Zugriffe in die Höhe – denn da ist endlich wer der schreibt was viele denken. So gabs kein Tabuthema, auch nicht die Fortsetzung der Vergangenheitsbewältigung. Klar, nun machte man sich Luft über alle die einen Jahrelang wie Abfall behandelten.

Erstaunlich schnell fanden sich Dauerleser, einige instrumentalisierten einen auch als Dreckschleuder. Egal wer in unseren Focus geriet, vom stänkernden Nachbarn bis zum Bundeskanzler, jeder bekam sein Fett weg. Was wir selbst nicht direkt sagten taten andere aus der Deckung der Nicknames und TOR-Netzwerke. So war es nur selten möglich rauszufinden wer tatsächlich hinter den Kommentaren steckte.
Aber für die wenig belichteten Kritiker war immer schon klar: Wir „schreiben alles selbst!“ Aber wie sollen diese Leute auch kapieren was eine statische IP für Vorteile hat. Damit kann man sich klar von den Kommentatoren und Co-Autoren abgrenzen, wenn auch zu einem hohen Preis.

Aber mir ist kein Preis zu hoch, ich hole uns jeden Sachverständigen der allen beweist wer was schreibt. Denn nun seit ihr in meine Gasse gekommen, in meine Welt, in der ich schon arbeite als ihr Neidgenossen noch in die Windeln gemacht habt.
Mir macht im Web keiner was vor, wir schreiben was wir wollen und wer sich ertappt fühlt ist selber schuld und kann sich ja als Kommentator melden. Oder alles ignorieren.

Doch ich weiß schon, ihr habts keine Zeit zum Antworten, ihr arbeitet ja alle 22 Stunden für den Erfolg. Müsst ja bei den Autos anderer rumschnüffeln und Anzeigen, wenn scheinbar was nicht passt.

Ihr habts besseres zu tun, zB: andere hinterrücks verleumden. Die Saufgelage dauern auch den halben Tag und Nacht, aber da ja keiner Probleme mit Alkohol hat, sind das sicher auch geschäftliche Besprechungen.

 

Aktion führt nicht nur zu Reaktion sondern manchmal auch zu Eskalation

Nun ist 2015 die Sache aus dem Ruder denn: Nicht jeder hält das alles auf die Dauer aus. Alle gehen von sich aus, von der eigenen Robustheit. Zu viele kriegen auch gar nicht mit wie falsch die vermeintlichen „Freunde“ sind. Und wenn mal was raus kommt, hat man ja die Sündenböcke aus Nr. 4.
Wahrscheinlich hat keiner auch nur den kleinsten Schimmer von den Dingen mit denen unsereins fertig werden musste.

Es gibt Menschen bei denen eines Tages das Fass überläuft und die trotz aller in Anspruch genommenen Hilfe nicht mehr weiter wissen. Fairness, Toleranz und Verständnis für die Mitmenschen, welche nicht immer auf die Butterseite und nach oben fallen wäre angebracht – doch stattdessen verbreitet man Lügen und schürt den Hass!
Das kann kein Medikament, keine Therapie und niemand ausgleichen.

Auch das sich plötzlich alle als Anwalt der anderen aufspielen ist Kontraproduktiv. Denn was geht es bislang unbeteiligten an was in unseren Haus vorgeht? Die Wahrheit kennen die alle nicht, aber man mischt sich ein, bedauert die „Freunde“. Weiß nicht was diese Leute taten und was zur Eskalation führte.

Es hätte nicht sein müssen das meine Frage wegen der Anzeige aufgrund eines angeblich abgelaufenen Pickerls in einen solchen Dekalog endet. Jene gehörten nicht zu der hier angesprochenen Gruppe, es gab keine Reibungspunkte. Keine gemeinsame Grundgrenze, keine Intessenskonflikte, nur selten ein Wortwechsel und dennoch kam es zum Eklat.

Ebenfalls ist es ein ungeheuerlicher Vorschlag jemanden zu raten „Häng die auf „… usw. Ich möchte nicht wissen wie viele FB-Postings oder Sätze in anderen „sozialen“ Medien bereits die gegenseitigen Bezeichnungen als Säufer kolportierten. Aber die setzen sich bald wieder an einen Wirtshaustisch und nach dem nächsten Absacker ist alles wieder vergessen.


Wie auch immer, es hätte nie so weit kommen müssen, alles was folgt, alle Beweise welche bald auf den Richtertisch gelegt werden sind den „Mitmenschen“ selbst zu zu schreiben.
Ob es Taktik war oder nicht das es soweit kommt, das man anderen den ersten Schritt zur Klärung vor höherer Instanz tun ließ?
Es gilt für mich das Prinzip von Ursache und Wirkung, vom Aktion und Reaktion. Wer hat den Krieg angefangen ist enorm wesentlich, mehr als die Frage wer ihn gewinnt oder verliert, wer ihn beendet oder die zwischenmenschliche Ekpyrosis neu entfacht.

 

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