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Ist die Mehrheit wirklich für Erbschaftssteuer 2.0?

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Pflege: Mehrheit für Erbschaftssteuer

Profil-Umfrage bestätigt Kurs von Bundeskanzler Kern und Sozialminister Stöger.

Rund 56 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sprechen sich klar für die Einführung einer Erbschaftssteuer aus, um damit die Qualität der Pflege weiter zu verbessern. Bundeskanzler Christian Kern und Sozialminister Alois Stöger hatten bereits bei der Abschaffung des Pflegeregresses ein Gegenfinanzierungsmodell auf Basis einer Erbschaftssteuer vorgeschlagen. „Die Österreicherinnen und Österreicher empfinden eine moderate Erbschafssteuer auf extrem große Vermögen als gerecht. Die Menschen wollen eine Politik für die Meisten, nicht nur für die Reichsten. Das zeigt die Profil-Umfrage sehr deutlich“, betont Stöger, der aus den Einnahmen der Erbschaftssteuer die Pflegequalität weiter erhöhen will

Die kalkulierten Einnahmen einer Erbschaftssteuer ab einem Vermögen von einer Million Euro betragen etwa 500 Millionen Euro jährlich.
Damit kann nicht nur der Einnahmenentfall durch die Abschaffung des Pflegeregresses kompensiert sondern darüber hinaus weitere Verbesserungen umgesetzt werden. „Wir haben ein umfassendes Konzept erstellt, mit dem wir die soziale Absicherung der Pflegebedürftigen weiter stärken. Durch die Erbschaftssteuer kann der Bund 50 Prozent der mobilen Pflegekosten übernehmen, schwerst behinderten Kindern ein erhöhtes Pflegegeld auszahlen und bis zum Jahr 2021 rund eine Milliarde Euro in die weitere Aufwertung der Pflegeberufe investieren“, erklärt Stöger die Eckpunkte des Pflegemodells. „Damit setzen wir einen Schritt, um die Qualität in der Pflege weiter zu erhöhen und geben darüber hinaus, tausenden Menschen die Möglichkeit so lange wie möglich – gut versorgt – auch in ihrem Zuhause leben zu können“, so Stöger, der das umfassende Pflegekonzept des Sozialministeriums in wenigen Wochen präsentieren wird.

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