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Karas will neue Berichtspflicht für Amazon, IKEA und McDonalds

Lux-Leaks: Großkonzerne sagen nun doch vor Steuersonderausschuss des EU-Parlament aus.

Brüssel, 16. November 2015 (ÖVP-PD) Trotz ihrer
anfänglichen Weigerung sagen Großkonzerne wie Amazon, IKEA und McDonalds heute doch vor dem Lux-Leaks-Ausschuss des EU-
Parlaments zu ihren Steuer- und Geschäftspraktiken aus. Der Europaabgeordnete Othmar Karas begrüßt, „dass jetzt doch
Vernunft eingekehrt ist. Die bisherige Weigerung der Firmen
vor dem Steuersonderausschuss auszusagen, war eine Behinderung
der parlamentarischen Arbeit und ein Skandal.

„Wir müssen in der EU das Prinzip durchsetzen, dass Firmen
dort ihre Steuern zahlen, wo die Wertschöpfung stattfindet“, betonte der Europapolitiker, der Mitglied des Ausschusses ist,
der die Steuertricks der Konzerne untersucht.

Karas verlangte, dass die „länderbezogene
Berichtspflicht“, die mit Jahresbeginn 2015 bereits für alle europäischen Banken eingeführt wurde, auch auf großen Firmen ausgeweitet wird, die grenzüberschreitend tätig sind. „Die
Firmen sollen nicht nur global, sondern für jedes Land einzeln offenlegen, wie viel Umsatz und Mitarbeiter sie haben und wie
viel Steuern sie zahlen. Dann wird sofort deutlich, welche
Länder mit Amazon, Google, Starbucks und Co. unfaire Deals eingehen“, so der Europaabgeordnete.

Das EU-Parlament hatte den Konzernen wegen ihrer Verweigerungshaltung mit Sanktionen gedroht. Insgesamt elf von
13 eingeladenen multinationalen Konzerne haben für heute
Nachmittag ihre Teilnahme zugesagt. Darunter auch Google,
Facebook, Coca-Cola, Philip Morris, Disney, AB InBev, HSBC und Barclays. Der US-Supermarktriese Walmart schlug die Einladung
aus, der Autokonzern Fiat-Chrysler blieb eine Antwort bisher schuldig.

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