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Karmasin: „Digi4Family startet Webinar-Reihe – Medienkompetenz in Familien stärken“

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ExpertInnen diskutieren bei Fachenquete über Chancen und Risiken von Social Media

Mit den Chancen und Herausforderungen von Social Media im Alltagsleben und den Konsequenzen vor allem für Kinder und Jugendliche befassten sich heute ExpertInnen bei der Fachenquete „Social Media: Licht und Schatten aus psychologischer Sicht“. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familien und Jugend lud der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) zu diesem Expertenaustausch.

„Soziale Netzwerke und neue Medien sind heutzutage in unserem Alltag allgegenwärtig, vor allem Kinder und Jugendliche sind in diesen Bereichen extrem aktiv. Sie wachsen bereits als „digital natives“ auf und verfügen Großteils über profunderes Wissen als ihre Eltern und Lehrer. Hier findet also eine Umkehr des Wissenstransfers statt. Das stellt Eltern und ErzieherInnen vor große Herausforderungen, die digitale Welt in der sich die Kinder bewegen zu verstehen, die Chancen und Möglichkeiten zu sehen, jedoch auch die Risiken, die sich daraus ergeben können, zu erkennen. Um hier konkrete Unterstützung und Beratung anzubieten hat das Bundesministerium für Familien und Jugend im Frühling die Initiative „digi4family“ gestartet. Über Informationsmaterialien und insbesondere Webinare sollen Eltern über die Risiken und Potentiale von Social Media informiert werden, und ihre Ängste und Fragen mit Expertinnen und Experten diskutieren können“, erklärt Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin im Zuge der Eröffnung der heutigen Fachenquete.

Das erste Webinar startet ab 1. Oktober und widmet sich dem Thema „Kostenlose Online-Lernplattformen für die Schule“, die Teilnahme ist kostenlos sowie interaktiv und steht allen Interessierten frei. Jeden Donnerstag wird ein neuer Themenschwerpunkt behandelt, mehr Informationen und das aktuelle Webinarprogramm finden Sie unter www.digi4family.at .

Dass die Psychologie einen wesentlichen Beitrag im Umgang mit neuen Kommunikationsformen und deren Auswirkungen leistet, steht außer Frage. Leiden Menschen bereits an den Folgen einer übermäßigen Social Media-Nutzung, wie an Spielsucht, an Mangel an persönlichen Sozialkontakten oder unter Cybermobbing, sind es PsychologInnen, die mittels klinisch-psychologischer Behandlung helfen können.

„Durch „Social Media“ entsteht ein neues Kommunikations- und Informationsverhalten. PsychologInnen wissen um die daraus resultierenden neuen gesellschaftlichen Phänomene und können über Risiken der „Social Media-Nutzung“ aufklärend und beratend tätig sein. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zu einer gesunden „Medienkompetenz“, so Sandra Lettner, Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen abschließend.

Dr. Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm, erläuterte in seinem Vortrag die Hintergründe für „Internetsucht“, ein Phänomen das in Deutschland rund 1% der Bevölkerung betrifft, in Asien jedoch bereits bei rund 7% liegt. Internetfreie Zonen im eigenen Zuhause zu schaffen sei besonders wichtig, so empfiehlt Professor Montag Smartphones aus dem Schlafzimmer zu verbannen und sich einem altmodischen Wecker zu bedienen. Denn der schnelle Blick aufs Smartphone um die Uhrzeit abzulesen endet oft mit ungeplanten minutenlangen Online-Aktivitäten. Um effizient arbeiten zu können, empfiehlt der Experte zudem seine Emails nur drei Mal am Tag abzurufen und diese dann konzentriert zu bearbeiten.

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