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Knapp daneben ist auch vorbei

Kleiner Rückblick und eine Warnung vom BMI

Courtany / Pixabay
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Bundespräsident wird, wer mindestens eine Stimme mehr als sein Gegner hat. So etwas kann man schwer in Prozent ausdrücken, aber bei den Zweiten Durchgängen kann es auch mal ganz eng werden, wie die Geschichte zeigt.

Während Dr. Heinz Fischer seine 2. Amtszeit mit Haushohen Vorsprung begann, war seine Wahl 2004 auch relativ knapp gewesen: Seine Gegenkandidatin, Fr. Dr. Benita Ferrero-Waldner, bekam 47,61% der Stimmen, Fischer 53,39%.

Am 4. Mai 1986 qualifizierte sich ein auch sehr umstrittener Kandidat: Dr. Kurt Waldheim für die Stichwahl, welche er mit 53,9% gegen Dr. Kurt Steyrer (46,1%) gewann.
Waldheim verlor übrigens 1971 knapp gegen den damals, seit 1965 amtierenden Bundespräsidenten Dr. h.c. Franz Jonas.

Dr. h.c. Franz Jonas hatte seine Karriere am 23. Mai 1965 mit dem bislang knappsten Sieg der 2. Republik begonnen: Mit 50,7% konnte er den Gegner Dr. Alfons Gorbach (49,3%) um gerade mal 1,3% abhängen.

Dr. Adolf Schärf gewann am 5. Mai 1957 mit 2,2% Vorsprung gegen Dr. Wolfgang Denk und noch früher gab es ähnliche, denkbar knappe Entscheidungen zwischen Dr. h.c. Theodor Körner und Dr. Heinrich Gleißner welche sich zumindest im ersten Wahlgang im Mai 1951 um gar nur 0,9% trennten.

2016: Von 3,8% auf 0% ?

Also ist für diese Wahl 2016 noch alles offen, nix ist fix, egal was die Wahlkarten ergeben, es wird eng wie noch nie. Der winzige Vorsprung (3,8% lt. BMI) von Ing. Norbert Hofer auf Alexander Van der Bellen könnte auf die, vom ORF geschätzten Werte (50,0 zu 50,0) schrumpfen. Und das würde das nun wirklich knappste Ergebnis bringen …

Warnung vor Fake!

Grade von BMI hereingekommen:

Klarstellung des BMI zu einer kursierenden Falschmeldung betreffend Bundespräsidentenwahl
Eine in Sozialen Netzwerken kursierende Web-URL des Innenministeriums, auf der ein vermeintliches Endergebnis der Bundespräsidentschaftswahl inklusive Briefwahlstimmen zu sehen war, stellte sich als Irrtum heraus.

Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich um Dummydaten, die für das Testen der Onlinevisualisierung herangezogen wurden. Diese nicht gelöschten Daten wurden versehentlich veröffentlicht. Das Innenministerium bedauert diesen Fehler, der umgehend behoben wird.

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Quelle

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