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Kritik an den Zielpunkt-Eigentümern

AK-OÖ Pr.Dr.Johann Kalliauer, Foto: Arbeiterkammer Oberösterreich AK-OÖ Pr.Dr.Johann Kalliauer, Foto: Arbeiterkammer Oberösterreich [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

AK übt scharfe Kritik an den Zielpunkt-Eigentümern – Kalliauer: „Verantwortungslos und mitarbeiterfeindlich!“

Weil die Supermarktkette Zielpunkt von ihren Eigentümern, der Pfeiffer-Gruppe in Traun, überfallsartig in die Insolvenz geschickt wird, spricht AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer von einer „völlig verantwortungslosen Vorgangsweise auf Kosten der Beschäftigten, die jetzt weder November-Gehalt noch Weihnachtsgeld bekommen“. Die AK Oberösterreich wird gemeinsam mit der AK Wien und der GPA-djp alle Anstrengungen unternehmen, um den Betroffenen zu helfen.

Noch Anfang November hatte die Geschäftsführung von Zielpunkt verlauten lassen, die wirtschaftliche Entwicklung der Supermarktkette laufe besser als geplant. Heute, also nur drei Wochen später, behaupten Geschäftsführung und Eigentümer, es gebe keine Alternative zur Insolvenz. „Entweder die Unternehmensleitung hat völlig versagt oder sie hat ein äußerst zynisches Spiel mit der Existenz tausender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getrieben“, sagt der AK-Präsident. „Dazu passt, dass Gewerkschaft und AK nicht informiert, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Von dieser üblen Ignoranz gegenüber den Sozialpartnern sollte sich auch die Wirtschaftskammer unmissverständlich distanzieren!“

Bezeichnend ist, dass die Zielpunkt-Eigentümer ihren Beschäftigten nun das November-Gehalt und das Weihnachtsgeld nicht bezahlen, sondern lapidar auf den Insolvenzentgeltfonds verweisen. „Angesichts der hohen Zahl an Fällen wird es auch bei zügigster Bearbeitung viele Wochen dauern, bis die Betroffenen zu ihrem Geld kommen – und das in der Weihnachtszeit!“, ist Kalliauer über die Kaltschnäuzigkeit der Unternehmensleitung empört.

In Oberösterreich gibt es keine Zielpunkt-Filialen mehr. Die Insolvenz dürfte in Wien eröffnet werden. „Die AK Oberösterreich wird die AK Wien und die GPA-djp aber nach Kräften bei der bestmöglichen Beratung der Betroffenen unterstützen“, betont AK-Präsident Kalliauer. Mit verschiedenen Anfragen bei der Insolvenzrechtsabteilung der AK in Linz wird gerechnet.

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