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Ländlichen Raum stärken, um Armut und Hunger zu bekämpfen

Unsplash / Pixabay
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„Wir müssen die ländlichen Regionen stärken, um die Armut und den Hunger in den Entwicklungsländern zurückzudrängen“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Generalversammlung der UN-Welternährungsorganisation (FAO) in Rom. Nur mit einem starken ländlichen Raum könnten die Herausforderungen der Zukunft wie der Klimawandel oder Bodenverbrauch bewältigt werden. Gerade in den Entwicklungsländern seien die Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Menschen besonders dramatisch. „Der ländliche Raum sorgt für die Ernährung der Menschen. Wir müssen dafür sorgen dass die Menschen dort leben können und nicht abwandern. In den Ballungsräumen ist die Bekämpfung von Armut noch viel schwieriger.“

Rupprechter verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts für die Stabilität im ländlichen Raum. Der Minister präsentierte die Green-Care-Strategie der österreichischen Landwirtschaft als Beispiel. Dabei übernehmen die Bauern auch Aufgaben aus dem Sozialbereich, etwa mit Kinder- und Altenbetreuung, Behindertenarbeit oder Bildungsangeboten. Damit würden neue Einkommensmöglichkeiten vor allem für Frauen in den ländlichen Regionen geschaffen und gleichzeitig die Sozialsysteme entlastet.

Grundsätzlich sei es wichtig, Abhängigkeiten zu reduzieren, so der Minister. Das gelte auch für den Anbau von GVO-Pflanzen. Die Bauern in den Entwicklungsländern dürften nicht unter Druck geraten. Österreich werde seinen Weg, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen, konsequent weitergehen. Rupprechter: „Ich werde mich auch international für eine faire Chance für eine GVO-freie Produktion einsetzen.“

Die Ernährungssicherheit war auch zentrales Thema eines bilateralen Gespräch mit dem brasilianischen FAO-Generaldirektor Jose Graziano da Silva, der bei der Generalversammlung für vier Jahre wiedergewählt wurde. „Er hat bereits viele Reformen umgesetzt, sein Programm zur Bekämpfung des Hungers zeigt Wirkung“, betont Rupprechter.

Bei einer eigenen Audienz für die FAO- Delegierten betonte Papst Franziskus die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe für die Bekämpfung des Hungers.

Im Zuge seines Rom-Besuches traf Minister Rupprechter auch Vatikan-Vertreter zu einem Gespräch über die neue Umwelt-Enzyklika des Papstes. Die Enzyklika wird am 18. Juni mit dem Titel „Laudato sii“ (Gelobt seist du) erscheinen. „Verantwortung gegenüber der Schöpfung und Erhalt der Artenvielfalt sind Themen, die der Papst in seiner Enzyklika anspricht und die unserer Arbeit auch Rückenwind gibt“, meinte der Minister.

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