Liest die POST meine Briefe?

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Die POST AG spricht von einem „fulminanten Start“ – Doch einige Kunden sind verunsichert, es herrscht noch immer Aufklärungsbedarf, zb. speziell zur Wahrung des Briefgeheimnisses und allgemein zu den Leistungen des neuen Services der Post – dem „E-Brief„.

Anfang März 2017 startete dieser, auch „E-Briefkasten“ genannte Service und viele Neuanmeldungen bestätigen die gute Idee. Es ist auch ein Dienst, der eigentlich gut durchdacht und dokumentiert ist. Dennoch könnten es mehr Anmeldungen sein, wenn es da nicht die häufigste Befürchtung gäbe, dass „die POST die Briefe scannt und somit den Inhalt kennt…„.

Die Idee ist eigentlich auch nicht neu, ähnliches gibt es längst für behördliche Schriftstücke (zb.: https://meinbrief.zustellung.gv.at/) wo auch Rsa und Rsb Briefe zugestellt werden.

Wie ein Mitarbeiter der Österreichischen Post AG gegenüber Zeit im Blick betonte, „ist es derzeit ratsam, sich bei beiden Portalen anzumelden, weil beim ‚E-Brief‘ noch keine behördlichen Briefe dabei sind. Aber wir bauen dieses Service laufend aus und eines Tages könnte es eine Verschmelzung beider geben.

Sicher sind beide Dienste. Denn auch beim „E-Brief“ muss sich der Empfänger registrieren und verifizieren.
Dazu gibt es 3 Möglichkeiten: vom Besuch der Postfiliale, über Bürgerkarte bis zur Online Identifizierung.  Letzteres ist aber ein bisschen umständlich, denn eine der Online Methoden ist sich mit dem Ausweis vor die Webcam zu stellen. (s. auch letzter Absatz und Video-Anleitung)

Apropos Sicher:
Die Hauptfrage „liest bzw. scannt die POST meine Briefe?“ soll nun ein für allemal beantwortet werden: NEIN!
Mehr dazu im nächsten Absatz:

Sicherer als Mail und doch so bequem

Gestartet hat die Post mit einigen wenigen großen Versendern aus verschiedenen Branchen, wie Erste Bank und Sparkassen, Helvetia Versicherung, der BAWAG P.S.K. AG und Easybank, dem Mobilfunkanbieter Drei, der Erzdiözese Wien oder KSV 1870. Weitere Versender kommen laufend hinzu.

Rechnungen, Verträge oder Dokumente – viele Kunden erhalten wichtige Schreiben nur noch digital per E-Mail.

Im Gegensatz zum E-Mail, in dem sensible Dokumente oder Empfängerdaten ungesichert übermittelt werden, hinterlegt der E-Brief die Daten in einem sicherheitstechnisch geprüften Portal, dem E-Briefkasten, der jedem Österreich gratis zur Verfügung steht.
Somit wird das Auslesen von Daten unterbunden und das Briefgeheimnis bleibt gewahrt.

Zugleich ist der Zugriff auf die Daten überall und jederzeit möglich. Durch die Kombination von Portal und E-Mail ist eine hohe Sicherheit und eine nachweisliche Zustellung für Versender und Empfänger gewährleistet. Mit diesem kostenlosen Service für Empfänger werden alle wichtigen Dokumente gesammelt und im E-Briefkasten für die Kunden hinterlegt.

Die Vorteile für den Empfänger liegen auf der Hand: eine schnelle, bequeme und zuverlässige Zustellung, orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf alle Sendungen sowie frei wählbare Sicherheitsstufen – von E-Mail-Benachrichtigung über den Eingang neuer Sendungen bis hin zur Dokumentenfreigabe durch Handy-Signatur. Das Interesse der Bevölkerung am neuen Service ist enorm. Nur zehn Tage nach dem Start gab es bereits 4.150 Aktivierungen.

SO FUNKTIONIERT‘S

Kunden registrieren sich auf post.at unter „Meine Post“ und aktivieren den E-Brief. Damit können auch alle anderen Post Online Services genutzt werden, wie Nachsendeauftrag, Urlaubsfach, Nachforschungsauftrag, etc.
Damit die Daten vor Zugriffen Unbefugter geschützt sind, erhält der Kunde nach der Registrierung einen klassischen Brief mit einem Aktivierungscode an die von ihm angegebene Adresse.

Nach der Bestätigung der Adresse ist der E-Briefkasten aktiv. Sendungen von Unternehmen, die der Empfänger selbst auswählt, werden zukünftig digital zugesendet.

Nähere Informationen zum E-Brief finden Sie unter:
www.post.at/e-brief

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