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Managergehälter: Staatliche Begrenzung schadet dem Wirtschaftsstandort

geralt / Pixabay
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Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) spricht sich gegen eine staatlich verordnete Begrenzung von Manager-Gehältern aus. Derartige Vorschläge sind populistisch begründet und führen nur zu einer Neiddebatte – zum Nachteil des Wirtschaftsstandortes Österreich.

Seit 36 Jahren untersucht das WdF die Einkommensentwicklung der österreichischen Führungskräfte unter notarieller Begleitung mit höchster Sorgfalt.

Durch die Forderung des Bundeskanzler, Managergehälter sollen auch in Zukunft nur bis zu einer Höhe von 500.000 Euro als Betriebsausgabe steuerlich abgesetzt werden können, entsteht der Eindruck, dass die Mehrheit der österreichischen Führungskräfte ein Einkommen von über einer halben Million Euro jährlich bezieht.
Die Aussage, ein Manager in einem börsennotierten Unternehmen (ATX) verdient mittlerweile das 51-fache des Durchschnittseinkommens in seinem Unternehmen, ist so nicht haltbar.

Das mittlere Bruttojahreseinkommen für ganzjährig Vollzeitbeschäftigte beträgt bei den Männern knapp Euro 42.500 und bei den Frauen knapp Euro 35.200. Die Einkommen der Manager würden somit bei über 2 Mio. (Männer) und 1,7 Mio. (Frauen) liegen.

Richtig ist vielmehr, dass das Bruttoeinkommen der Führungskräfte in der ersten Führungsebene im Vorjahr im Durchschnitt tatsächlich Euro 196.900,00 inkl. Prämie betrug. Das Nettoeinkommen der österreichischen Manager lag durchschnittlich bei Euro 116.200,00. Kaufkraftbereinigt stagniert das Einkommen der Führungskräfte seit neun Jahren.

Dem Eigentümer eines Unternehmens steht es selbstverständlich frei, das Einkommen seiner Manager zu begrenzen.  In der Privatwirtschaft werden die Gehälter nach Leistung, Marktsituation und Unternehmensentwicklung bestimmt.

Ein stagnierendes Einkommen ist nie ein positives Signal für die Wirtschaftskraft eines Standortes und stellt das Leistungsprinzip in Frage.
Die Leistungskraft der österreichischen Führungskräfte trägt neben den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen einen wesentlichen Anteil zum Wohlstand und der Standortabsicherung bei.

Über:
Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) wurde 1979 gegründet und ist Österreichs größtes unabhängiges Führungskräftenetzwerk und vertritt knapp 3.000 Manager. Es bietet u.a. die Gelegenheit zur Vernetzung im Rahmen von Vortragsreihen, Podiumsdiskussionen und Expertenfrühstücken. Neben der Einkommensstudie werden viele weitere Umfragen und Studien zur Arbeitswelt der Führungskräfte durchgeführt. Das „Young Leaders Forum“ des WdF bietet eine Plattform für Nachwuchsführungskräfte unter 35 Jahren.

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