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Mehr als 1.000 Kinder und ihre Kuscheltiere kamen ins Teddybären-Krankenhaus

Angst vor dem Arzt- oder Spitalsbesuch soll spielerisch genommen werden.

Rekordverdächtiger Besuch im Teddybärenkrankenhaus: Am vergangenen Dienstag und Mittwoch pilgerten mehr als 1.000 Kids zwischen vier und acht Jahren mit ihren Stofftieren und Puppen ins Teddyspital, das zum 15. Mal in der Wiener Ärztekammer geöffnet hatte. Die Vizerektorin für Lehre an der MedUni Wien, Anita Rieder, und der Wiener Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres waren am Mittwoch die prominenten Assistenten bei den diversen Krankenhaus-Stationen.

Ziel des Projekts „Teddybären-Krankenhaus“, das die Austrian Medical Students‘ Association (AMSA) gemeinsam mit der MedUni Wien, der Wiener Ärztekammer, mit dem akademischen Fachverein österreichischer Pharmazeuten und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) veranstaltet, ist es, den Kids zwischen vier und acht Jahren die Angst vor dem Spitals-oder Arztbesuch zu nehmen.

Die Kinder und ihre Teddys sowie Puppen und Kuscheltiere werden dabei von den rund 50 Teddy-Doktoren (Studierende der MedUni Wien) an spannenden Stationen in Empfang genommen – von der Notfallambulanz über die Röntgen- und Erste Hilfe-Station bis hin zur Zahnklinik und zum „echten“ OP-Saal . Überall hatten die Kids die Möglichkeit, selbst als Assistent oder Assistentin zuzugreifen und mitzuhelfen. Ob bei der Operation, bei der Computertomografie oder beim Anlegen von Verbänden – und für größere „Eingriffe“ standen Ersatzteddys zur Verfügung, die man aufmachen und mit Hilfe des Docs wieder zunähen kann.

„Das Teddybärenkrankenhaus ist ein großartiges Projekt, das wir an der Medizinischen Universität Wien gerne unterstützen. Die vielen positiven Rückmeldungen der Eltern zeigen, dass sich die Kinder unmittelbar danach viel weniger vor einem Krankenhaus- oder Arztbesuch fürchten“, sagt Anita Rieder. „Die positiven Erfahrungen, die die Kinder hier mit ihren Teddys sammeln, helfen beim nächsten echten Besuch im Spital – und nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern und behandelnden Ärzten.“

„Ich halte das Teddybär-Krankenhaus für eine ganz wichtige und tolle Sache. Besonderer Dank gebührt der AMSA, die jedes Jahr mit viel Hingabe diese Veranstaltung organisiert. Mit dem Teddybär-Krankenhaus können Kinder positive Erfahrungen im Umgang mit dem Krankenhaus sammeln. Es geht dabei vor allem darum, den Kindern einmal zu zeigen, was in so einer Krankenhaus- und Untersuchungssituation passiert, ohne dabei selbst betroffen zu sein“, meint auch Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres.

Diplomarbeit zum Teddybären-Krankenhaus

Die Erfahrungen, die die Kinder sammeln, werden seit 2014 in einer Diplomarbeit wissenschaftlich untersucht und erfasst. Damit sollen die Erfolge der Veranstaltung künftig dokumentiert und die Methoden bei zukünftigen Teddybären-Krankenhäusern optimiert werden. Die Diplomarbeit wird von Bert Engelhardt von der AMSA verfasst und von Ulrike Salzer-Muhar von der Lehrabteilung an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien und von Renate Fuiko (Abteilung für Klinische Psychologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien) betreut.

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