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Misshandlungsvorwurf von Polizisten

Pressemeldungen aus Landespolizeidirektion und Innenministerium | © LPD/BMI/zib Pressemeldungen aus Landespolizeidirektion und Innenministerium | © LPD/BMI/zib

Die Polizei nimmt dazu selbst Stellung.
Polizeibericht

Zwei Beamte der LPD Wien nach Misshandlung eines Mannes vorläufig suspendiert

Am 14.07.2017 langte in der LPD Wien ein Beschwerdeschreiben eines Mitarbeiters eines Wohnheims ein, in dem schwere Misshandlungsvorwürfe gegen zwei Polizisten der LPD Wien und einen Polizeischüler erhoben wurden. Dem Schreiben war ein USB-Stick beigegeben, auf dem sich eine Videoaufzeichnung des Vorfalls befand. Den Beamten wurde Körperverletzung bzw. Missbrauch der Amtsgewalt bzw. Missbrauch der Amtsgewalt durch Unterlassung vorgeworfen.

Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen hatte sich der gegenständliche Vorfall am 02.07.2017 in einem Übergangswohnheim in der Linzer Straße (14. Bezirk) zugetragen. Die Polizei war über den Notruf in das Heim gerufen worden, weil eine „hausfremde“ Person die Örtlichkeit nicht verlassen wollte und randaliert hatte. Auf dem Video (ohne Ton) ist zu sehen, wie sich die Beamten zu der Person begeben, um sie zum freiwilligen Verlassen des Heimes zu bewegen. Weil der Mann auf die mehrmalige Ansprache nicht reagiert, versuchen die Polizisten zunächst mehrmals ihn hochzuziehen. Dies scheitert jedoch am passiven Widerstand der Person. Schließlich hat ein Polizist dem Mann mehrere Ohrfeigen versetzt. Die beiden anderen Polizisten setzten zwar keine Tätlichkeit, meldeten die Misshandlung im Anschluss jedoch nicht bei der Dienstbehörde.

Nach Sichtung des Videos und Prüfung des Sachverhaltes durch das Referat für besondere Ermittlungen der LPD Wien wurde seitens der Dienstbehörde unverzüglich die vorläufige Suspendierung gegen die beiden Mitarbeiter der Landespolizeidirektion Wien ausgesprochen. Der bei der Amtshandlung anwesende Polizeischüler wurde vorläufig in den Innendienst versetzt. Darüber hinaus wurden bei der Staatsanwaltschaft Wien Strafanzeigen wegen Körperverletzung unter Ausnützung einer Amtsstellung sowie wegen Missbrauchs der Amtsgewalt eingebracht.
Die LPD Wien verurteilt die Vorgehensweise der beteiligten Beamten aufs Schärfste. Dieser Vorfall zeigt erneut, dass jeder Misshandlungsvorwurf gegen die Polizei Wien genau geprüft wird und gegebenenfalls alle notwendigen straf- und dienstrechtlichen Schritte unternommen werden.
Die Polizistinnen und Polizisten der LPD Wien zeichnen sich tagtäglich durch höchste Tugendhaftigkeit, Disziplin und Engagement für die Wiener Bevölkerung und die Besucherinnen und Besucher dieser Stadt aus. Verfehlungen Einzelner beschmutzen allerdings das hohe Ansehen der Polizei und werden strengstens geahndet.

Hier der Bericht von oe24

Quelle

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