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Niessl übt in ÖSTERREICH heftige Kritik an Regierung

Hans Niessl Hans Niessl | © Bratislavská Zupa https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
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Burgenlands LH: „Fehlverhalten der Innenministerin produziert Asylchaos“ – „Kann Klugs Vorgangsweise nicht nachvollziehen“ – „Österreich muss Kurs ändern“.

Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH übt der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl angesichts der Flüchtlingsprobleme in der Gemeinde Bruckneudorf schwere Kritik an der Politik der Regierung. Niessl: „Ich glaube, die Innenministerin ist überfordert. Das Fehlverhalten der Innenministerin produziert ja das Asylchaos. Der Bürgermeister und die Bruckneudorfer waren sehr hilfsbereit und haben Quartiere für Flüchtlinge aufgestellt. Und dann kommt die Innenministerin – ohne zu informieren – und will 450 Flüchtlinge hier unterbringen.“

Auch „die Vorgangsweise“ von Verteidigungsminister Klug,“der die Kaserne ohne Absprache mit uns zur Verfügung stellen wollte“, könne er nicht nachvollziehen. Niessl: „Jeder sagt etwas anderes: die Innenministerin das eine, der Verteidigungsminister was anderes. Das geht so nicht. Und ich werde den Bürgermeister von Bruckneudorf mit allen nötigen Mitteln – auch juristischen – unterstützen.“

Die Regierung müsse in der Asylfrage eine Kurskorrektur vollziehen: „Nehmen wir Schweden – das große Vorbild für Wien –, die haben den Kurs bereits geändert. Auch Deutschlands SPD-Chef Sigmar Gabriel hat gesagt, Deutschland könne nicht jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen. Auch Österreich kann nicht jedes Jahr 100.000 Flüchtlinge aufnehmen. Wir müssen die Außengrenzen absichern und Wirtschaftsflüchtlinge zurückschicken.

Er werde keine weitere Belastung von Bruckneudorf hinnehmen. Niessl:“Ist es menschlich, in einer 3.000-Menschen-Gemeinde wie Bruckneudorf 450 Flüchtlinge unterbringen zu wollen? Da überschreitet man die Toleranzgrenze der Menschen. Diese Form der Flüchtlingspolitik hat nichts mehr mit Menschlichkeit zu tun. Das wären 15 Prozent der Bevölkerung. Würde man das in Wien machen – wo so gerne von Menschlichkeit geredet wird –, wären das 200.000 Flüchtlinge. Wien hat aber nur 19.000 Flüchtlinge, verlangt aber von Bruckneudorf in Relation viel mehr.“

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