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Ohne Erben kein sozialer Aufstieg

geralt / Pixabay
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Die neueste Studie der Oesterreichischen Nationalbank zeigt, dass Erben nach wie vor wichtiger ist für den sozialen Aufstieg, als ein hohes Einkommen zu erzielen.

Erich Fenninger, der Direktor der Volkshilfe Österreich sagt dazu: „Die Studie macht die Leistungslüge einmal mehr deutlich und bestätigt, wovor WissenschaftlerInnen und ÖkonomInnen wie Thomas Picketty schon seit längerem warnen: Einer vom Erbe dominierten Gesellschaft, in welcher laut Verfassung alle die gleichen Chancen haben sollen, in Wirklichkeit aber ein gelungenes Leben von der Herkunft und vom sozialen Umfeld abhängt„.

In etwas weniger geschliffenen Worten heißt das: Die Erben reicher Erblasser, welche zeitlebens ohnehin kaum (finanziellen) Mangel litten, werden nach den Anlass zum Nachlass erst recht begütert sein. So kann den Protektions-Kindern nicht viel passieren, egal wie viel Blödsinn sie machen, egal welche Finanzaktionen diese machen um den minderwertigen Mitmenschen einen protzigen Lebensstil vorzugaukeln. Der Papa wird´s schon richten…
Und segnen die Finanziers das Zeitliche erwartet einen erst recht ein Vermögen.

Andere können noch soviel arbeiten, noch so viel Business Ideen verwirklichen, sie werden nie an den Status der Glückskinder herankommen. Ob man wegen zu viel Arbeit, sturen Ämtern oder wegen der Banker in den Burn-Out gezogen wird ist den begüterten Erben egal, sie haben immer Grund auf die Erfolglosen runter zu spucken.

Doch was wären diese Leute ohne das Geld der Erblasser? Nichts! Denn: Die waren es nie gewöhnt Probleme völlig alleine lösen zu müssen und der kleinste Anlass wirft diese aus der Bahn. Und das kann schneller passieren als man glaubt – denn das größte Erbe kann verspekuliert werden…

Zudem ist der eine oder andere nicht wirklich ans Arbeiten gewöhnt, hat das Wort nur in div. Lügengebäuden verwendet um den Reichtum mit beruflichen Erfolg rein zu waschen. „… arbeite 22 Stunden am Tag, habe 3 Jobs, bin ja so erfolgreich … schaut her meine Autos haben alle einen Stern, bin oft auf Kreuzfahrt, …“  Dabei wartet man höchsten´s auf den elterlichen Kontoübertrag…
Die Studie besagt nicht umsonst: „Erben nach wie vor wichtiger … als Einkommen zu erzielen“ …

Nicht nur die Studie der OeNB, sondern auch jene der OECD, der Wirtschaftsuniversität, die Thesen von Picketty und vielen weiteren ExpertInnen und WissenschaftlerInnen machen die Vermögenssituationen und die Auswirkungen auf das Leben und auf eine gerechte Verteilung sichtbar. Auch der Volkshilfe Sozialbarometer zeigt, dass die ÖsterreicherInnen die ungleiche Verteilung von Vermögen, Besitz und Einkommen spüren. „Die Sachlage ist klar, nun braucht es den politischen Willen. Chancengleichheit, unabhängig von jeglicher Herkunft, muss hergestellt und verhindert werden, dass man nur mit Erbschaft, also einem leistungsfreiem Zuverdienst, nach oben kommt. Bei Vermögen geht es nämlich nicht nur um ökonomische Absicherung. Status, Macht und Netzwerke gehen mit einem sehr hohen Vermögen einher„, sagt Fenninger und bezieht sich damit abermals auf den Sozialbarometer, laut welchem 68% der Befragten zustimmen, dass Personen mit hohem Vermögen mehr Möglichkeiten haben, politische und gesellschaftliche Interessen einzubringen.

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