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PERSEUS ließ sich Zeit mit seinen Sternschnuppen

Nur ein kleiner Ausschnitt einer großen Nacht Nur ein kleiner Ausschnitt einer großen Nacht
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Seit Menschen zum nächtlichen Himmel aufblicken faszinieren die Sterne. Die vielen Sonnen unserer kosmischen Nachbarschaft scheinen nur Punkte zu sein und sind in Wahrheit so viel mehr: gigantisch groß, winzig klein und enorm massereich, unendlich alt oder eben erst geboren um bald Planeten zu bilden.

Für einen Blick auf Saturn oder einen Riesen-Stern nahmen alle lange Wartezeiten in Kauf

Für einen Blick auf Saturn oder einen Riesen-Stern nahmen alle lange Wartezeiten in Kauf

Wir sehen mit den stärksten Teleskopen in unendliche Weiten und fernste Vergangenheit, erkennen aber doch nur einen kleinen Ausschnitt von allem. Trotz allen Wissen und Fortschritt sind wir eher noch an Mutter Erde gebunden, stehen am Anfang zum Schritt ins All.

Egal ob unsere Ahnen von der damals etwas dunkleren Erde hoch blickten oder ob unsere moderne Zivilisation mit High-Tech Geräten forscht – das Raunen und Staunen wenn eine Sternschnuppe über den Himmel saust ist immer noch da.

Bekanntlich zieht von Mitte Juli bis Ende August ein bestimmter Komet seine Erdnahe Bahn und am 12.August verliert er die meisten Teilchen welche dann in der Erdatmosphäre aufglühen. Es ist die „Perseiden Nacht“. Der Name kommt daher weil der Sternenregen im Sternbild des Perseus beginnt.

Großer Ansturm auf die ANTARES Volkssternwarte

Ein ANTARES - Astronaut bei den Startvorbereitungen zu einer lustigen Nacht

Ein ANTARES – Astronaut bei den Startvorbereitungen zu einer lustigen Nacht

Heuer war die möglicherweise wärmste Persiden Nacht und wir verbrachten diese beim Astronomie Verein ANTARES, konkret auf deren Volks-Sternwarte bei Michelbach. Sicher weit über 250 Besucher konnte Vereinsvorstands-Vorsitzende Fr. Gabriele Gegenbauer begrüßen, alle kamen um sich das Spektakel im Kreise gleichgesinnter und in Begleitung von Profis anzusehen.

Besonders viele Kinder waren dabei, klar bei dem Rahmenprogramm wo sich die kleinen Astronauten und Raketenbastler wohlfühlen wird´s nie fad! Junge Forscher können die Planeten wirklich „begreifen“ lernen oder einfach mit den Sternen spielen.

Damit auch den älteren die Wartezeit nicht zu lange wurde gab´s Vorträge über das Sonnensystem, die Galaxien usw. Wie immer standen die großen Teleskope bereit und ermöglichten einzigartige Blicke auf unseren Saturn, oder auf eine sehr weit entfernte Riesen-Sonne oder auf noch viel weiter entfernte Galaxien.

Herr Gerhard Kermer vom Astronomieverein ANTARES präsentierte uns Zusammenhänge und wissenschaftliche Erkenntnisse auf unterhaltsame Art

Herr Gerhard Kermer vom Astronomieverein ANTARES präsentierte uns Zusammenhänge und wissenschaftliche Erkenntnisse auf unterhaltsame Art

In der Nacht klarte es auf und alle sahen immer öfter gespannt zum Himmel, doch das einzige besondere Objekt welches pünktlich erschien war die Internationale Raumstation „ISS“!  Sie zog, einen hellen Stern gleich, genau zum vorhergesagten Zeitpunkt ihre ruhige Bahn über unsere Köpfe.

Obmann-Stv. Gerhard Kermer führte durch den Abend, er zeigte uns die Sternbilder, besonders „Perseus“ und andere wichtige Konstellationen wie das „Sommerdreieck“. Man bekam große Zusammenhänge und wissenschaftliche Erkenntnisse auf unterhaltsame Art präsentiert. So gut das sich auch der Astronomische Laie am Sternenhimmel orientieren konnte!

Wie sind alle Kinder der Sterne...

Wie sind alle Kinder der Sterne…

Wer gute Augen hat, oder einfach zufällig den richtigen Himmelsabschnitt beobachtete konnte bald die eine oder andere Sternschnuppe sehen. Viele waren es jedoch nicht und so ging jedes mal ein Raunen und erfreutes Rufen durch die Menge.

Sonne, Mond und Sterne kennen wir ANTARES-Kids längst genau - und die Planeten begreifen wir auch schon!

Sonne, Mond und Sterne kennen wir ANTARES-Kids längst genau – und die Planeten begreifen wir auch schon!Wir zogen uns dann ins Auto zurück und beobachteten durchs Schiebedach, wir sahen zwar vereinzelt einige Sternschnuppen, aber keinen „Sternenregen“. Immerhin sei der Höhepunkt erst zwischen 5 und 6 Uhr früh zu erwarten und solange blieben wir dann doch nicht…

Aber es war ein toller Abend und eine schöne Nacht, in herrlicher Umgebung und mit vielen netten Menschen – was will man mehr?

 

 

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