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Polizei und BMF warnen vor Inkassobetrug und falschen Zahlungsaufforderungen

Betrüger verechnen Gebühren für Firmenbucheintragungen, andere verschicken falsche Inkassoaufforderungen

Alexas_Fotos / Pixabay

Neben Politikern, Lobbyisten, Virenbastlern, Bildspinnen und gewissen Anwälten gibt es noch jede Menge anderer kleinerer Gauner, welche derzeit besonders dreist abkassieren.
So erreichten uns heute gleich zwei Warnungen, eine vom LPD NÖ und eine vom Finanzministerium.

Prävention: versuchter Inkassobetrug in Niederösterreich

Derzeit versucht eine falsche Inkassofirma per Zahlungsaufforderung ungerechtfertigt Forderungen in Niederösterreich einzufordern und droht mit Pfändungen. Die Opfer erhalten ein Schreiben, wo sie aufgefordert werden, Forderungen in der Höhe von € 598,49 zu begleichen, ansonsten wird eine Verpfändung gemäß § 845 Zivilprozessordnung angestrebt. Der Betrag soll auf ein niederländisches Konto einbezahlt werden.

In Niederösterreich gibt es derzeit etwa 30 Anzeigen, wobei es bei Versuchen blieb. Es ist in den nächsten Wochen mit weiteren Zusendungen dieser Scheininkassofirma zu rechnen.
Die Polizei rät, dass bei unberechtigten Forderungen auf keinen Fall Geld überwiesen und Anzeige erstattet werden soll.

BMF warnt vor gefälschten Zahlungsaufforderungen

Besonders aufmerksam sollten Firmeninhaber sein, die ihr Unternehmen erst kürzlich im Firmenbuch eintragen ließen. Derzeit versenden Betrüger Zahlungsaufforderungen mit dem Logo des Finanzministeriums und verrechnen Gebühren für die Eintragung neuer Firmen ins Handelsregister. Unternehmerinnen und Unternehmer werden so zu Überweisungen von Beträgen auf slowakische Konten in die Irre geführt. Derartige gefälschte Schreiben kommen in verschiedenen Formen immer wieder vor.

Das Bundesministerium für Finanzen verlangt grundsätzlich keine Eintragungsgebühr für Register, stellt nur eigene Erlagscheine aus und gibt darüber hinaus nur österreichische Konten an. Genaue Informationen zu etwaigen Zahlungen finden Sie außerdem in FinanzOnline (finanzonline.at).

Betrugsfälle gibt es außerdem im Bereich der UID-Nummern. Kostenpflichtige Registrierungen in einem angeblich europaweiten Register für UID-Nummern existieren allerdings nicht, da es ein kostenloses europaweites Abfragesystem der EU gibt. Hier dürfen folglich auch keine Eintragungsgebühren anfallen.

Quelle

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