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Polizistin quälte jahrelang eigene Kinder – Urteil

Polizei BlaulichtreportDE / Pixabay

Hier der nächste Fall von Polizeigewalt am eigenen Kind, bzw. Kinder.

Auch Polizisten machen Fehler und mehr.

Ausgerechnet eine Polizistin hat ihre beiden noch unmündigen Kinder über Jahre mit Schlägen und Tritten traktiert. Die 43- Jährige musste sich deshalb am Mittwoch in Eisenstadt vor Gericht verantworten. Ein Schöffensenat verurteilte die Frau, die sich nicht schuldig bekannte, zu sechs Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 3600 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die 43- Jährige soll ab dem Jahr 2009 zunächst den Sohn und dann die Tochter misshandelt haben, wenn das Verhalten der Kinder nicht ihren Erwartungen entsprach. Weil der Sohn nicht mit dem Hund spazieren gehen wollte, sei er einmal aus dem Zimmer gezerrt und ins Erdgeschoß „hinuntergetreten“ worden, erläuterte die Staatsanwältin die Anklage. Ein anderes Mal sei er angespuckt und am Boden liegend getreten worden. „Die Übergriffe hingen stark von der Tagesverfassung der Angeklagten ab“, stellte die Staatsanwältin fest.

Nachdem der Sohn im Juni 2011 zum Vater gezogen sei, von dem die Angeklagte damals bereits getrennt lebte, habe die Frau ihre Aggressionen gegen die Tochter gerichtet. Auch sie sei getreten worden, wobei es der Frau egal gewesen sei, wo sie getroffen habe. Die Kinder hätten zwar Hämatome erlitten, diese jedoch niemandem gezeigt.

Und hier auch der Beweis wie sich alles in die Länge zieht. Wie viele Jahre man gar nicht an Verarbeitung denken kann, weil nach Jahren muss ja alles neuerlich geschildert werden.

Die 43- Jährige bekannte sich nicht schuldig. Im Genteil sagte die Polizistin, es war eine liebevolle und harmonische Beziehung.

Kinder vertrauten sich Vater an

Beide Kinder hatten die Vorfälle ihrem Vater erst berichtet, nachdem sie nicht mehr mit der Mutter unter einem Dach wohnten. Der Vorsitzende des Schöffensenats, Wolfgang Rauter, fragte beide, wieso sie so lange geschwiegen hätten. Aus Angst vor der Mutter, kam von beiden als Antwort. Zwei Zeuginnen sagten aus, die Tochter habe große Angst vor dem Vater gehabt, was das Mädchen auf Nachfrage des Richters jedoch verneinte.

Auch der Vater war Polizist, ist seit längerem nun in Pension.

 

Quelle

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