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Preiner: Landwirtschaft in Österreich – Mut zur Veränderung?

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Ein Umdenken und rasches Handeln fordert SPÖ-Landwirtschaftssprecher Erwin Preiner von Landwirtschaftsminister Rupprechter und den LandwirtInnen. Es müssen Maßnahmen gesetzt werden, die den landwirtschaftlichen Familienbetrieben das wirtschaftliche Überleben sichern mit dem Ziel, den KonsumentInnen auch weiterhin qualitativ hochwertige Lebensmittel anzubieten. Preiner sieht in einer Ausweitung der konventionellen Massenproduktion von Milch, Schweine- und Rindfleisch den falschen Weg. „Da können wir mit den industrieähnlichen Großbetrieben zum Beispiel in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Polen nicht mithalten. Die Folge ist ein steter Preisverfall und das Zusperren bäuerlicher Familienbetriebe. Gerade diese sind es, die mit großem persönlichen Einsatz hochwertige Lebensmittel produzieren, zur Landschaftspflege und –erhaltung viel beitragen und so auch den Tourismus in ländlichen Regionen ankurbeln“, sagte Preiner heute, Mittwoch, im Unterausschuss des Landwirtschaftsausschusses.

Preiner fordert daher den raschen Ausbau der Bio-Landwirtschaft und auch ein Umdenken in der Förderstruktur, zum Beispiel einen Kraftfutterausgleich in der Schweine- und Rinderhaltung. „Turbokühe mit bis zu 10.000 kg Milchleistung pro Jahr können keine Zukunft sein“, so der SPÖ-Landwirtschaftssprecher. Mehr Qualität vor Quantität hat durch das Bestbieterprinzip, das im Nationalrat am 10. Dezember 2015 einstimmig beschlossen wurde, auch in der Landwirtschaft Einzug gehalten. Es muss nun rasch umgesetzt werden.

Handlungsbedarf sieht Preiner auch beim AMA-Gütesiegel: „Wo Österreich drauf steht, muss auch Österreich drinnen sein. Daher braucht es eine ehrliche und transparente Produktinformation“, so Preiner. Denn: Der Kunde ist König und darf nicht übervorteilt werden. Preiner spricht sich dafür aus, verstärkt zu regionalen Produkten zu greifen. Dadurch bleibt die Wertschöpfung in der Region, Arbeitsplätze werden geschaffen. Noch dazu sind die Lebensmittel garantiert GVO-frei im Anbau. Beim Kauf von Importwaren weiß man das oftmals nicht. „Faire Preise für ProduzentInnen und KonsumentInnen ist die Devise“ so Preiner abschließend.

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