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Schneechaos nach Ostern – kritisches Fazit

Winter nach Ostern 2017 Nach Ostern 2017: Schneetraktor Fahrer Lucky im Dauereinsatz in Furth | © zib

In den meisten Gegenden ist der Spuk vorbei, der nach-österliche Schnee fast weg und man glaubt nicht wie viel das mancherorts wirklich war. Die üblichen Medien schrieben ja nur von Wien und den Autobahnen – dabei versanken einige höher gelegenen Dörfer wirklich im Chaos.

99% der Kommentatoren dieser einseitigen Berichterstattung drückten es richtig aus: „2 cm Schnee in Wien und schon sind Autofahrer und Asfinag überfordert“ – „Wir haben hier einen Meter und jeder fährt, muss man auch, hier gibts keine Öffis!“ …   So der Grundtenor 100er Meinungen.

Wien hatte auch 1 m Schnee – aber nebeneinander …

Wer selbst in exponierten Lagen wohnt, weiß dass die leider Recht haben, kann diese „völlige Überraschung“, das Chaos nicht verstehen. Angesichts der leicht angezuckerten Fahrbahnen in den Ballungszentren kann man da nur schmunzeln und sich wundern warum die dort herum rutschen – bis endlich alle stecken bleiben.

Hier soll aber nicht das Schimpfen auf die ASFINAG vertieft werden, die taten (nach einer Schreckstunde) eh was ging; Nein, die Idioten mit Sommerreifen sind schon eher eine lebensgefährliche Risikogruppe.
Dennoch sind die obergscheiten Kommentatoren auf verbalen Glatteis unterwegs, wenn sie meinen: „…braucht doch keiner mit dem Auto fahren bei dem Wetter… bleibt zuhause, keiner muss fahren…„. Das lasse ich mal unkommentiert stehen …

Doch zugegeben, jeder war von den Schneemengen, so knapp nach Ostern überrascht. So etwas gabs hier schon lange nicht mehr. Ich wäre auch gerne zuhause geblieben, immerhin hat man als Selbständiger, wo Betrieb und Wohnung eins sind eh keinen Anfahrtsweg zur Arbeit.
Aber ich musste raus, einen Kunden abholen und gottseidank pflügte der Presse-Landy brav durch den Schnee.

Termindruck: Soll man den Schneepflug überholen?

Viele jener, die sich an solchen Tagen zu ihren Arbeitsstätten durchkämpfen, haben meinen Respekt, kamen aber ev. ohnehin zu spät. Ich kenne dies von früher, man hat den (nervös auf die Uhr blickenden) Chef vor dem geistigen Auge und fürchtet dessen üble Laune. Doch die eigene Sicherheit geht eben bevor und so hat es keinen Sinn den Schneepflug zu überholen um nur ja nicht zu spät zu kommen!

Nun ist es für diese Saison hoffentlich überstanden. So etwas zeigt aber dass diese Winterreifenpflicht überarbeitet gehört, denn selbst in unserer Region kann es gegen Ende April noch heftig werden. Dies ist nicht Neues, es sollte keinen überraschen, weder Autofahrer, deren Clubs, Verkehrsinfo-Dienste, Gesetzgeber, Medien noch die ASFINAG …

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