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Selbst schuld? Gewalt gegen Frauen ist k(ein) Tabu-Thema

Alexas_Fotos / Pixabay
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Das Ausmaß der Gewalt an Frauen ist erschreckend hoch. Jede fünfte in Österreich lebende Frau ist körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt.
Im Jahr 2016 wurden in Österreich insgesamt 8.637 Betretungsverbote verhängt. 1.588 Frauen und 1.673 Kinder fanden Zuflucht und Schutz in einem der österreichischen Frauenhäuser.
Viele Betroffene fühlen sich mit ihren Gewalterfahrungen allein gelassen und schämen sich dafür „Opfer“ zu sein. Zu groß ist deren Angst und oft auch der Irrglaube, selbst an den verbalen und körperlichen Übergriffen ihrer (Ex-)Partner schuld zu sein und diese „verdient zu haben“. Deshalb suchen sie nur selten nach professioneller Hilfe.

Um der Tabuisierung und Verharmlosung dieses gesamtgesellschaftlichen Problems aktiv entgegenzuwirken, veranstaltet das Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien in Kooperation mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und der Volksanwaltschaft zwischen 23. November und 14. Dezember 2017 die interdisziplinäre Ringvorlesung „Eine von fünf“. Die diesjährige Veranstaltung setzt sich neben dem Opferschutz auch mit der Täterarbeit auseinander. Im Rahmen der Lehrveranstaltung wird das Thema Gewalt gegen Frauen von unterschiedlichen Seiten beleuchtet und diskutiert. Dazu zeigen Expertinnen und Experten in sieben Schritten Wege in ein gewaltfreies Leben auf.

Beim Pressegespräch werden Volksanwältin Dr.in Gertrude Brinek, Mag.a Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und Lehrveranstaltungsleiterin der Medizinischen Universität Wien Ao.Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Berzlanovich erste Einblicke in die Inhalte der Vorlesungsreihe geben und die gemeinsame Publikation zur Ringvorlesung 2016 „Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen“ vorstellen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Selbst schuld? Gewalt gegen Frauen ist k(ein) Tabu-Thema

Pressekonferenz „Eine von fünf: Schrittweise – Wege aus der Gewalt“

Medizinische Universität Wien, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und Volksanwaltschaft kündigen interdisziplinare Vorlesungsreihe „Eine von fünf“ und Publikation gegen Gewalt an Frauen an

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