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Sonnensturm zu Sommerbeginn legte Internet lahm

Sonneneruptionen | ©: Gabriele Gegenbauer
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Vor kurzem sandte uns der Radioastronom des Astronomie Vereins ANTARES, Hr. Fritz Lensch eine Warnung, wonach es am Montag zu einigen Auswirkungen heftiger Sonnenstürme kommen wird.

Starker Sonnensturm am Montagabend erwartet

Am Sonntag (21.06.2015) ereignete sich in der Nacht eine doppelte Sonneneruption aus der zur Erde
gerichteten Sonnenfleckengruppe 2271. Die Strahlung und die Teilchen, die bei dieser starken
Sonneneruption entstanden sind, bewegen sich gerade durch das Sonnensystem und werden die Erde
bzw. dessen Magnetfeld voraussichtlich am Montag Abend mit einer Geschwindigkeit von ~ 700km/s
treffen.
Als Quelle wird die Site www.sonnen-sturm.info angegeben.

 

Nun, wie es der Alltag so mit sich bringt, denkt man sich als Laie nicht viel dabei und daher war ich auch einigermaßen überrascht von den Dingen die am Montag vor sich gingen

Funk Internet fiel mancherorts fast aus

Als berichtenswert erscheinen mir die Einsätze als „EDV-Feuerwehr“ bei div. Problemen mit dem Internet. So manches Funk-Netz sackte auf sehr geringe Bandbreiten ab oder viel gar aus.
Am Land sind noch etliche WAVENET Sender aufgestellt welche das weite Land schon lange vor der Telekom und Co mit Breitband Internet versorgten und gerade dieses Richtfunk-Netz schien von den Sonnenwinden betroffen gewesen zu sein.

Andere berichten von einer Störung der Stromnetze

Auch in der Nähe des Erdbodens kann das Verformen des irdischen Magnetfeldes elektrische Feldstärken von mehreren Volt pro Kilometer induzieren. Da Stromleitungen zuweilen weite Strecken überbrücken, können sich in ihnen dadurch hohe Spannungen aufbauen und starke Ströme fließen. So können Teile des Stromnetzes ausfallen.

Einschränkungen im Flugverkehr und bei Satelliten

Es kann für Flieger sinnvoll sein, bei starken Sonnenstürmen Polarrouten vorsichtshalber zu meiden. Der Strahlenschutz unseres Erd-Magnetfeldes schützt selbst in der üblichen Reiseflughöhe von 11.000 m noch vor Strahlung. Jedoch ist das Feld in den Polarregionen schwächer.
Und die hochenergetischen Teilchen eines Sonnensturms können die Funktionstüchtigkeit von Satelliten beeinträchtigen, deren Sensoren machen bestimmte Sternbilder am Himmel aus und erlauben es dem Satelliten, sich gezielt auszurichten.

Die schöne Nebenwirkung: Sichtbare Polarlichter bis Mitteldeutschland

Trifft die Plasmawolke auf das irdische Magnetfeld werden elektrische Spannungen in der Atmosphäre induziert. Dann werden die elektrisch geladenen Teilchen in der Magnetosphäre beschleunigt und können parallel zu den Feldlinien des Erdmagnetfeldes tiefer in die Erdatmosphäre eindringen. Dort stoßen sie auf das dichtere Atmosphärengas und regen – wie in einer Leuchtstoffröhre – einzelne Gasteilchen zum Leuchten an. Starke Sonnenstürme können das Erdmagnetfeld jedoch so stark verformen, dass diese Prozesse auch in niedrigeren Breiten vorkommen und Polarlichter auch in Deutschland sichtbar werden.

 

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