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Treibstoffverbrauch – Klimaanlagen als Spritschlucker

Das schönste Reisen ist immer noch in einem britischen Oldtimer Cabrio wie mit diesen AUSTIN HEALEY SPRITE MK 1 Bj. 1959 und die Klimaanlage erübrigt sich auch... | ©: melissa gooi alber

Ohne Klimaanlage lässt sich heutzutage kaum noch ein neues Auto verkaufen„, zeigt Gerhard Dell, Geschäftsführer des OÖ Energiesparverbandes, in einer „Tropenwoche“ wie dieser Verständnis für den zusätzlichen Spritverbrauch. „Doch auch wenn der Anschaffungspreis für die angenehme Kühlung mittlerweile kaum noch eine Rolle spielt, der Spritmehrverbrauch schwankt deutlich„.

Bei typischen Fahrprofilen wurden Kraftstoffmehrverbräuche von bis 0,5 Liter pro 100 Kilometer im Jahresdurchschnitt ermittelt, je nach Auto kann eine Klimaanlage den Verbrauch im Stadtverkehr auch schon mal um bis zu 2 Liter ansteigen lassen. Wer dann auch noch mit geöffnetem Fenster fährt, treibt den Spritverbrauch weiter in die Höhe.

Wie entsteht der Mehrverbrauch?

Es gibt Konstruktionsunterschiede bei den Klimaanlagen: da gibt es geregelte, ungeregelte, effektive und weniger effektive. Das Spektrum reicht von der einfachen 1-Zonen-Variante in kleineren Fahrzeugklassen bis hin zu 4-Zonen-Varianten in der Mittel- und Oberklasse.

Wer aber glaubt, eine Klimaanlage würde nur an wenigen Tagen im Jahr wirklich so viel verbrauchen, der irrt: Wenn eine Klimaautomatik auf 20 Grad eingestellt ist und es draußen so kühl ist, dass der Innenraum eigentlich geheizt werden müsste, läuft die Klimaanlage trotzdem automatisch mit, um eventuell feuchte Luft zu trocknen. Selbst das verbraucht noch bis zu einen Liter pro hundert Kilometer.

Was tun?

Richtwert von 22 Grad: die Energiesparprofis raten, an heißen Tagen vor Fahrtbeginn alle Fenster zu öffnen und den Wagen durchzulüften. Außerdem sollte die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt werden, als Richtwert gelten um die 22 Grad. „Viele Fahrer kühlen das Auto zu stark ab, dadurch trocknet die Luft aus und das ist auch gesundheitlich unbehaglich„, weist Dell hin. Der kühle Luftstrom sollte nie direkt auf den Körper gerichtet sein, besser ist es, die Kaltluft über die Schulter nach oben zu blasen, dann kann sie sich langsam im Innenraum verteilen.

Klimaanlagen sind zwar generell wartungsfrei, vernachlässigen sollte man sie jedoch nicht. Ein regelmäßiger Klima-check ist sinnvoll, dabei werden die wichtigsten Komponenten wie Kompressor, Kondensator und Verdampfer überprüft und allfällig der Pollenfilter erneuert. Riecht es im Auto unangenehm, kann das darauf hindeuten, dass der Verdampfer desinfiziert werden muss. Eine nachlassende Kühlleistung kann auf zu wenig Kältemittel hindeuten.

Viele weitere Energiespartipps unter www.energiesparverband.at

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