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„VDE 8“: Mit 300 Sachen durch Deutschland

Wir begleiteten zwei prominente "Testfahrer" bei ihrer bislang schnellsten Reise mitten durch Deutschland

VDE 8 Testfahrt Bamberg Erfurt DB-Vorstand Huber und Bundesverkehrsminister Dobrindt testen neue Strecke zwischen Bamberg und Erfurt erstmals mit Hochgeschwindigkeit | © Deutsche Bahn AG / Foto: Pablo Castagnola

Die Deutsche Bahn nähert sich mit Höchstgeschwindigkeit dem Zielbahnhof des Jahrhundertprojekts „VDE 8“. Wir begleiteten zwei prominente „Testfahrer“ bei ihrer bislang schnellsten Reise mitten durch Deutschland.

Im Juli berichteten wir vom aktuellen Fortschritt beim „VDE 8“, dem größten Infrastrukturprojekt Deutschlands. Dessen Eröffnung ist nun nur mehr einige Monate entfernt: Ab dem 10. Dezember 2017 wird die Reise zwischen Berlin und München in weniger als 4 Stunden absolviert sein.

Die Entscheidungsträger, Ingenieure und all die tausenden Mitarbeiter der Deutschen Bahn sind also nach 10 Jahren Bauzeit, 10 Mrd. Euro Investitionskosten und 4 Mio. Tonnen Beton später im Endspurt.

Zu den wichtigsten Entscheidern bei diesem „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8“ gehören DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Die beiden testeten Ende August nun einen Teilabschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin – München – und zwar den schnellsten!

Bamberg – Erfurt in nur 45 Minu­ten!

Bisher musste der Reisende etwa 3 Stunden für diese, rund 120 km lange Strecke einplanen. Aber die beiden prominenten Fahrgäste schafften das in 45 Minuten. Klar, waren sie doch mit einem modernisierten ICE 3 und 300 km/h unterwegs.

Mit Tempo 300 durch Deutschland zu fahren, war für Berthold Huber, dem DB-Vorstand für den Personen- und Güterverkehr, vielleicht nichts völlig neues; Denn es gibt ja bereits einige, auf Highspeed umgebaute Strecken.  Wie etwa Halle/Leipzig–Erfurt, wo man seit dem Dezember 2015 mit 300 km/h unterwegs ist.

Berthold Huber ist aber stets aufs neue tief beeindruckt vom Jahrhundertprojekt „VDE 8“ und spricht anlässlich dieser Testfahrt von „der größten Angebotsverbesserung in der DB-Geschichte„. Weiters betont der DB-Vorstand: „Deutschland rückt auf der Schiene näher zusammen, denn rund 17 Millionen Menschen profitieren von der neuen Strecke„.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist ebenso sichtlich begeistert: „Die heutige Premierenfahrt in Hochgeschwindigkeit mit Tempo 300 zeigt den ungeheuren Mobilitätsfortschritt auf der Strecke Berlin-München. Wenn die Hightech-Verbindung am 10. Dezember 2017 in Betrieb geht, ist die Bahn mit Abstand das attraktivste Verkehrsmittel, das man zwischen München und Berlin wählen kann. Damit wird die Bahn neue Kunden und Marktanteile gewinnen.

Beide sind sich mit uns einig: „Das schafft kein Auto!

PS: Man beachte beim Video, so bei Minute 1.20, die geniale Aufnahme wo sich Eisenbahn-Trasse und Autobahn kreuzen. Selbst die schnellsten Fahrzeuge wirken wie auf einer Kriechspur im Ferienstau. Wogegen der ICE wie eine elegante Rakete über die Autos hinweg zischt …

Zahlen und Fakten zur VDE 8-Strecke:

  •  Unter 4 Stunden dauert die Fahrt im ICE Sprinter (dreimal täglich in beide Richtungen) von Berlin nach München. Im stündlichen ICE sind es viereinhalb Stunden.
  • 623 Kilometer legt der ICE von Berlin über Halle nach München zurück. Über Leipzig sind es 652 km.
  • Mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit fährt der ICE zwischen Erfurt und Nürnberg durch den Thüringer Wald.
  • 35 ICE-Züge pro Tag fahren künftig auf der neuen Hochgeschwindig­keitsstrecke.
  • Bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze werden täglich zwischen Berlin und München künftig angeboten. Vor allem durch längere Züge.
  • 40 Prozent Marktanteil will die Bahn auf der Strecke Berlin-München erreichen. Doppelt so viel wie heute und mehr als das Flugzeug.
  • 80 ICE-Züge pro Tag halten ab Dezember in Erfurt.
  • Ein Drittel aller DB-Fernzüge haben ab Dezember einen neuen Fahrplan. Das ist der größte Fahrplanwechsel in der Bahngeschichte.
  • Von 45 Orten in ganz Deutschland fährt ein direkter ICE mindestens einmal pro Woche über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, beispielsweise ab Stralsund oder Garmisch-Partenkirchen.
  • 17 Millionen Menschen profitieren entlang der Schnellfahrstrecke von kürzeren Reisezeiten und neuen Direktverbindungen.

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Quelle

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