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Waffennarr sieht sich als Opfer

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Das nenne ich Frechheit und Hochmut. Der Waffennarr der mehr als 900 Waffen und Munition im Wohnhaus über  Jahre gelagert hat, den der Waffenschein entzogen war gibt sich nun als Opfer in der Öffentlichkeit und zeigt sein Gesicht.

Kronen Zeitung: Explosive Überraschung bei der Zwangsräumung einer Gemeindebauwohnung Freitagfrüh in Wien- Ottakring: Ein Waffennarr hortete rund eine Tonne Munition, Pistolen sowie Kriegsgerät. „Es tut mir leid, ich habe die Übersicht verloren und wollte nichts wegwerfen“, sagt der 73- jährige Sammler zur „Krone“. Er wurde angezeigt. Ein Sprecher der Polizei meinte, die Lagerung der illegalen Utensilien war „ein Wahnsinn“.

„Wäre es zu einem Brand in der Wohnung gekommen nicht auszudenken was dies für die Bewohner des Hauses bedeutet hätte. Ich glaube diesen Menschen ist gar nicht bewusst wie sehr er die Mitmenschen in Gefahr gebracht hat“.

Die Räumung der Wohnung erfolgte der Polizei zufolge auf richterliche Anweisung im Auftrag der städtischen Hausverwaltung „Wiener Wohnen“. Nach dem Fund der ersten beiden Säcke mit Munition „übernahmen“ dann jedoch die Exekutive, Streifenbeamten und der Entschärfungsdienst. Da die Situation vorerst unklar war, wurde auch das Einsatzkommando Cobra beigezogen. „Der 73- Jährige lebte nicht selbst in der Wohnung in der Gablenzgasse, sondern hat die Räumlichkeiten ausschließlich als Lager benutzt“, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

„Ich wollte die Munition entsorgen“

„Ich hatte, bis mir ein Revolver aus dem Auto gestohlen wurde, einen Waffenpass gehabt und 22 registrierte Feuerwaffen. Dann wurde mir der Schein entzogen, die Revolver wurden in ein Waffengeschäft gebracht“, so der Wiener zur „Krone“. Doch warum hat er darauf „vergessen“, das Arsenal in der Wohnung seiner Tochter zu räumen? „Ich wollte die Munition entsorgen oder auch im Schießverein verfeuern, bin aber nicht dazu gekommen“, so der ehemalige Spielwarengroßhändler vom Wiener Prater. Offenbar dürfte der Pensionist das explosive Problem verdrängt haben. Erst als die Miete für die Wohnung nicht mehr gezahlt wurde und die Gemeinde die Wohnung räumen ließ, flog das Arsenal auf.

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