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Wakeboard Unfall: Verkettung unglücklicher Zufälle

Wakeboarder Wakeboarder | © von Jay White (http://www.fhwa.dot.gov/byways/photos/64030) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Heuer treffen ausnahmsweise Hitzewellen und Ulaubs/Ferienzeiten zusammen und jeden zieht es in die kühleren Wellen. Egal ob Schotterteich, Freibad, Fluss oder Meer, Hauptsache Spiel, Spaß und Action.

Heuer kommen aber leider relativ viele Unglücksmeldungen aus diesen Bereichen, zu viele sprangen ohne Vorab-Abkühlung in kalte Nass und der Kreislauf machte nicht mit. An der Stelle einen ganz besonderen Dank an alle aufmerksamen Badegäste, Bademeister usw. Man denke da zB. an die sechs 14-jährigen Jungs welche einen Pensionisten aus den Mondsee holten.

Ein Unfall auf der Donau endete gestern zwar nicht mit einem Todesfall, aber der Verlust einer Hand ist für das Opfer ohne Frage extrem tragisch. Und der Unfall wirft Fragen auf, der Hergang ist noch immer unklar und die Ermittler suchen Zeugen.

Sportunfall am Wakeboard-Lift an der Neuen Donau

Am 26.07.2015 um 12.30 Uhr ereignete sich ein schwerer Freizeitunfall am Wakeboard Wasserlift an der Neuen Donau. Einer 41-jährigen Frau wurde bei der Benutzung des Wakeboard-Lifts die rechte Hand abgetrennt. Passanten bargen die Schwerverletzte nach dem tragischen Vorfall aus dem Wasser und leisteten im Anschluss Erste Hilfe. Polizisten und Feuerwehrmänner suchten im ca. 6 Meter tiefen Wasser nach der abgetrennten Hand bis diese schließlich um 14.22 Uhr von einem Feuerwehrtaucher aufgefunden wurde. Die Hand wurde mittels Eis gekühlt und von der Funkstreifenbesatzung Viktor 6 auf schnellstem Wege ins Wiener AKH gebracht und den behandelnden Ärzten übergeben.
Bis dato konnte nicht geklärt werden wie es zu dem folgenschweren Unfall kam. Es konnten vor Ort keine Zeugen ausfindig gemacht werden, die das Unfallgeschehen mitverfolgt hatten. Derzeit muss die Einvernahmefähigkeit des Opfers abgewartet werden um weitere Informationen zum Unfallhergang zu erhalten.

Stellungnahme des Betreibers

Technische Ursache zum jetzigen Zeitpunkt auszuschließen | Verkettung unglücklicher Zufälle wahrscheinlicher Unfallgrund

Dem Betreiber des Wakeboard-Liftes Michael Machek ist es ein Bedürfnis, den aktuellen Kenntnisstand bezüglich des gestrigen Sportunfalles mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Der Sportunfall ereignete sich gestern, den 26.7.2015 gegen 12.30 Uhr. Die verunfallte Sportlerin ist eine Wienerin mittleren Alters, die im Besitz einer Monatskarte war und einen 2-stündigen Kurs auf unserer Anlage erfolgreich absolviert hat.
Es ist uns nach derzeitigem Recherchestand kein vergleichbarer Unfall auf anderen Wakeboardliftanlagen bekannt; seit 1982 gab es rund 2,3 Mio Fahrten auf unserer Anlage, ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Unsere Anlage wird jährlich ab- und wieder aufgebaut und von einem Ziviltechnikbüro kommissioniert; ebenso wird ein jährlicher Elektrobefund erstellt und die Genehmigungen sämtlicher involvierter Magistratsbehörden eingeholt bzw. erneuert.
Zum derzeitigen Zeitpunkt können wir ein technisches Gebrechen ausschließen und gehen von einer Verkettung unglücklicher Zufälle aus. Wir hoffen, dass die Aussage der Sportlerin weitere Rückschlüsse auf den Unfallhergang bringt.
Gestern und heute waren Vertreter von Behörden und auch des Ziviltechnikbüros vor Ort und haben Untersuchungen durchgeführt. Der Lift ist weiter in Betrieb, es gibt keinerlei Anzeichen für technische Mängel der Anlage.

Wir wünschen Frau F. gute Genesung, unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei ihr und ihrer Familie.“

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