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Was war da schon wieder in Ottakring los?

dachs / Pixabay
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Ottakring: FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Gewaltbereitschaft hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz.

„Ottakring wurde gestern Schauplatz einer nahezu bürgerkriegsähnlichen Szenerie. Wenn ein Polizeipanzer und ein Hubschrauber eingesetzt werden müssen, weil die Wahrscheinlichkeit einer gewaltigen Eskalation gegeben ist, müssten bei allen Politikern die Alarmglocken schrillen. Gewaltbereitschaft hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz, weder auf der einen noch auf der anderen Seite“, so heute die freiheitliche Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Bezirksobfrau von Ottakring, Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

„Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes demokratisches Gut. Es stellt sich allerdings die Frage, was Baseballschläger oder Feuerwerkskörper bei der Ausübung dieses Rechts verloren haben, meiner Meinung nach rein gar nichts“, so Belakowitsch-Jenewein, die beide Seiten eindringlich zur Mäßigung aufrief. „Der Weg vom Baseballschläger zur Eisenstange ist kurz, gerade in Ottakring und gerade nach dem furchtbaren Mord, der hier passiert ist, erwarte ich mir auch vom Bezirksvorsteher eine eindeutige Distanzierung von gewaltbereiten Aktivisten, egal ob von links oder rechts“, so Belakowitsch-Jenewein.

Polizeibericht

Am 08.05.2016 kam es gegen 20:00 Uhr im Bereich Brunnengasse (16. Bezirk) zu einer unangemeldeten Ansammlung von ca. 120 Menschen. Die teilweise vermummten Personen zogen lärmend rund um den Yppenplatz, es wurde eine Vielzahl an Bengalen gezündet und gegen parkende Autos getreten.

Einige Teilnehmer dürften auch mit Baseballschlägern bewaffnet gewesen sein. Das Ziel der nicht angemeldeten Versammlung war der Tatort eines vier Tage zuvor in der Brunnengasse verübten Mordes, wo zeitgleich eine angemeldete Mahnwache von ca. drei Personen stattgefunden hat.

Um mögliche Angriffe auf Leib und Leben, aber auch um Sachbeschädigungen hintanzuhalten, wurde ein Großaufgebot an Polizeikräften im 16. Bezirk zusammengezogen.

Unter Einsatz mehrerer Polizeidiensthunde konnte die Menschenmenge am Brunnenmarkt angehalten werden. Die teilweise sehr aggressiven Teilnehmer dieser Versammlung attackierten auch die eingesetzten Polizeikräfte, zwei Personen wurden festgenommen. Durch die große Polizeipräsenz löste sich die Menschenmenge gegen 22:15 auf. Nach derzeitigem Stand wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, ob es im Zuge des Marsches zu Sachbeschädigungen gekommen ist, steht noch nicht fest.

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