News Ticker

Wem verkaufen Sie Ihr Auto?

Verwaltungsstrafen bis 41.200 Euro

Auto defekt leicht defekt ... | © MichaelGaida / Pixabay
Werbung

Kennen Sie das? – an Ihrem reiferen Auto steckt eine Art Visitenkarte „ICH KAUFFEN IR AUTO“ Zustand egal, Pickerl  nicht nötig.  Die meist dunklen Typen stecken die Botschaft auch auf Autos, die man noch lange zu behalten gedenkt, auch wenn sie mal 10 Jahre alt sind. Auch dafür bekäme man nicht viel bezahlt, selbst für noch lange verkehrssichere Fahrzeuge würde man grade einen Schrottwert bekommen.

Andererseits, wenn das Vehikel echt hinüber ist spart man sich aber die eine oder andere Entsorgungsgebühr, Abschleppkosten, usw.  Die nehmen den Rostkübel mit und man hat ein paar Hundert Euro verdient. Das hätte einen ev. kein seriöser Händler gegeben.

Wenn der „Verdienst“ längst verbraucht ist, kommt dann vielleicht ein Brief vom Amt mit der Aufforderung 40.000,- Euro Strafe zu zahlen. Man hat doch in letzter Zeit keine 500% Geschwindigkeitsübertretung begangen und auch keinen Fußgänger überfahren – also was soll diese Strafe?
Die folgende Nachricht von der WKO bringt Licht ins Dunkel und ab nun sollte man sich überlegen ob man sein Vehikel an solche Leute verkauft.

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Fahrzeugbesitzer, aufgepasst! Altfahrzeuge – bei unerlaubter Abgabe droht Strafe bis 41.200 Euro
2015 wurden in Österreich knapp 250.000 Fahrzeuge abgemeldet, jedoch nur knapp 49.000  landeten bei Unternehmen, denen eine sachgerechte Entsorgung möglich ist
Wer sein Altfahrzeug unerlaubt weiterverkauft oder abgibt anstatt es einem ordnungsgemäßen Recycling zuzuführen, riskiert Verwaltungsstrafen von 850 bis 41.200 Euro – einen entsprechenden Erlass des Umweltministeriums gab es bereits im vergangenen Jahr. Der österreichische Fahrzeughandel will nun verstärkt über Risiken für Verkäufer informieren.

Schafft es ein Auto nicht mehr durch die § 57a-Überprüfung (umgangssprachlich „Pickerl), so ist dessen Weg oftmals vorgezeichnet. Verkäufer können aus einer Vielzahl von Anbietern wählen, welche Altfahrzeuge kostenlos abholen und dabei noch einen attraktiven Kaufpreis in bar versprechen. Was bis vor kurzem gang und gäbe war, kann aber empfindliche Verwaltungsstrafen nach sich ziehen. So drohen all jenen, die ihr Altfahrzeug auf diese Weise „entsorgen“, Strafen zwischen 850 und 41.200 Euro. Dass der Gesetzgeber durchaus gewillt ist, in dieser Frage rigide vorzugehen, zeigen Beispiele mit Betroffenen, deren Überraschung meist groß ist.

Der österreichische Fahrzeughandel möchte daher gegensteuern und sensibilisieren. „Vielen ist das Risiko einer Bestrafung schlichtweg nicht bewusst und unseriöse Abnehmer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Hier gilt es das Bewusstsein der Menschen zu schärfen“, unterstreicht Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums des österreichischen Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Bewusstsein schaffen für Recycling der Altfahrzeuge

Laut Erhebungen wurden alleine im Jahr 2015 knapp 250.000 Fahrzeuge in Österreich abgemeldet, jedoch landeten nur knapp 49.000 bei Unternehmen, denen eine sachgerechte und umweltschonende Entsorgung möglich ist. Ein Großteil dürfte über unseriöse Abnehmer unerlaubt den Weg ins Ausland gefunden haben. Um genau das zu verhindern, wurde das Umweltministerium tätig.

Hat demnach ein Autobesitzer die Absicht, sich seines Fahrzeuges zu entledigen, so muss neuerdings zwischen Alt- und Gebrauchtfahrzeugen unterschieden werden. Erstere sind nach österreichischen Standards als nicht mehr betriebs- und fahrsicher einzustufen und müssen daher sachgerecht im Inland entsorgt werden. Gebrauchtwagen können problemlos wie bisher den Besitzer wechseln. „Es geht in dieser Frage auch um einen schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen, da heute bereits 85% eines Altfahrzeuges stofflich wiederverwertet werden können“, führt Ernst weiter aus.

Umweltschutz und wirtschaftliche Überlegungen

Vor allem geringere Instandsetzungskosten im Ausland sowie niedrigere Umwelt- und Sicherheitsstandards führen dazu, dass hierzulande unbrauchbare Fahrzeuge andernorts provisorisch repariert und weiterverwendet werden. Neben einem Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich bringt dies auch eine dementsprechende Umweltbelastung mit sich. „Es gibt gute Gründe, warum ein Fahrzeug nach Jahren der Abnutzung keine Betriebserlaubnis mehr erhält, immerhin stößt es im Vergleich zu einem Neuwagen ein Vielfaches an Emissionen aus und birgt auch Sicherheitsrisiken“, ruft Ernst in Erinnerung. Auch die Tatsache, dass eine sachgerechte und umweltschonende Entsorgung im Ausland oftmals nicht gegeben ist, dürfe hier nicht außer Acht gelassen werden. Wer bei der Entsorgung seines Fahrzeuges auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich am besten im Internet unter der Adresse https://secure.umweltbundesamt.at/eras/registerabfrageSammlerBehandlerSearch.do oder aber direkt beim Händler seines Vertrauens informieren, so Ernst abschließend.

Werbung

Quelle

Ähnliche Artikel