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Wer hat das Asylwerberwohnheim angezündet?

Brand in unbewohntem Asylwerberheim An den Außenmauern des Gebäudes wurden zwei Brandherde gefunden, was auf Brandlegung schließen lässt | © LKA OÖ/ Erwin Leimlehner

Zwei Brandherde gefunden

Ein kurz vor der Fertigstellung befindliches, noch unbewohntes Asylwerberwohnheim geriet in Altenfelden am 1. Juni 2016 in Brand. Gegen 1:45 Uhr entdeckte ein Passant und alarmierte sofort die Feuerwehr.
Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand das Gebäude aus Holz bereits in Vollbrand. In dem Wohnheim hätten in den nächsten Tagen 48 Asylwerber Platz finden sollen. Am Vortag fanden noch Arbeiten durch die Baufirma im Gebäude statt.

Die Ermittler gehen derzeit von Brandstiftung aus. Der Einsatz zweier Brandmittelspürhunde brachte keine Anzeichen einer Verwendung von Brandbeschleunigern. Von der Polizei wurde eine Ermittlungsgruppe gebildet, der Ermittler des Landeskriminalamts, des Landesamtes für Verfassungsschutz und Ermittler aus dem Bezirk Rohrbach angehören.

Es wurden an den Außenmauern des Gebäudes zwei Brandherde gefunden. An diesen Stellen dürfte vermutlich der Brand von einer bislang unbekannten Täterschaft gelegt worden sein.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der oder des Täters führen, lobt die Landespolizeidirektion Oberösterreich bis zu 5.000 Euro aus. Hinweise bitte an die Hotline 059133-40 33 33 oder an jede Polizeidienststelle.

Scharfe Töne vom Innenminister

Jegliche Gewalt gegen Asyleinrichtungen oder Asylwerber ist zu verurteilen. Gewalt gegen Schutzsuchende ist keine Lösung und ist der Nährboden einer Radikalisierung. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die Täter rasch auszuforschen„, so Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka in einer ersten Stellungnahme.

Das Innenministerium hat im Mai den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2015 vorgelegt und auf einen deutlichen Anstieg der rechtsextremen Straftaten hingewiesen. „Die Stärkung des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie die Umsetzung des polizeilichen Staatsschutzgesetzes sind ein Gebot der Stunde. Ein Abbau der Polarisierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für extremistische Straftaten darf es keine Toleranz geben„, so der Innenminister.

Gut möglich das „fremdenfeindliche Motivation“ dahinter steckt, aber es wäre nicht das erste Mal, dass jene, für die all der Aufwand getrieben wird, sich in ähnlicher Weise „bedanken„. Gespendete Lebensmittel wegwerfen, Kirchen zu versauen oder brüllend durch die Straßen zu laufen ist eine Sache – aber Brandlegung in dem Stil ist eine andere.
Extremismus ist auf beiden Seiten zu verurteilen …
Wer immer das war, hat einen Schaden und richtet noch mehr davon an …

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