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Wer köpfte die hl. Rosalia?

Das Rätsel ist gelöst

hl. Rosalia (Symbolbild) Ein Relief der heiligen Rosalia, hier auf einer Dreifaltigkeitssäule in Waidhofen an der Thaya | (Symbolbild) © Foto von Wolfgang Sauber (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons

Die Aufregung um eine „beschädigte“ Heiligenstatue in Neusiedl am See war groß, manche Medien wurden kopflos und vermuteten Religiöse Motive hinter dem „Anschlag“ auf die heilige Rosalia.

Ein bekanntes Magazin grub gleich tiefer in der Geschichte und förderte ähnliche Vandalenakte aus vergangenen Jahrhunderten zu Tage. So wurde zB. 1683 die Madonna in Maria Loretto geköpft.
Natürlich war auch der Aufschrei vieler Kommentatoren heftig, man verurteilte diese Schändung aufs schärfste und hatte schnell die schuldige Gruppe gefunden.

Ja, sicher, schön ist das nicht eine unschuldige Heilige zu köpfen, die sich nicht mal wehren kann. Doch es war alles ganz anders – das Rätsel ist nun gelöst.

Der Restaurator war der „Mörder“ …

Die LPD Burgenland berichtet: Der Heiligen Rosalia – eine Statue mit vier Heiligenfiguren am Fuße der Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz – fehlte der Kopf. Vandalen wurden vermutet. Nun konnte das Rätsel gelöst werden.

In Neusiedl am See ist an einer Heiligenstatue am dortigen Hauptplatz das Fehlen eines Kopfes festgestellt worden. Entdeckt wurde diese „Beschädigung“ von einem Anrainer, der vergangenen Donnerstag, dem 27. Juli 2017, eine Meldung am Stadtgemeindeamt Neusiedl am See machte. Von dort aus ging eine Anzeige bei der Polizei ein.

Im Juni dieses Jahres wurde ein Restaurator mit der Restaurierung und Konservierung der durch Frost und Witterung stark in Mitleidenschaft gezogenen Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz in Neusiedl am See beauftragt.
Auftragsgemäß hat dieser Restaurator den Kopf an der Statue abgelöst und zur Reparatur in seine Werkstatt mitgenommen. Aufgrund der zahlreichen Medienberichterstattungen wurde am heutigen Tage dieses „Rätsel“ durch den Restaurator aufgeklärt.

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