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Wieder tödlicher Bootsunfall – am Neusiedler See

Motorbootstreife im Einsatz Motorbootstreife im Einsatz am Neusiedlersee | Foto: © Gerhard Bartel / LPD Burgenland
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Nun hat auch das Burgenland einen tragischen Bootsunfall zu vermelden: Ein 85-jähriger Segler verstarb beim Versuch, sein Boot aus dem Schilf zu befreien.

Selbst das seichte und wenig gefährliche scheinende „Meer der Wiener“ birgt Risiken, es kommt öfters als man denkt zu Einsätzen der Wasserpolizei. Besonders bei Sturm häufen sich die Unfälle enorm.

  • Erst im April dJ. musste ein 51-jähriger Wiener gerettet werden, dessen Sportkatamaran bei heftigen Wind einen Mastbruch erlitt.
  • Weit tragischer der Tod eines 15-jährigen Seglers aus Linz, welcher im Mai 2015 ertrank, als der Katamaran beim gemeinsamen Bootsausflug mit seinem Vater kenterte.

Pensionist wollte Boot wieder flott machen

Vom Hafen Breitenbrunn aus startete in den Mittagsstunden des 8. Juni 2017, ein Ehepaar (85 und 81 Jahre alt) aus Wien zu einer Segelfahrt. Gegen 17:30 Uhr beabsichtigten die Eheleute wieder zum Ausgangshafen nach Breitenbrunn zurückzukehren.

Nach Einholung des Ankers trieb das Boot der erfahrenen Seeleute in den Schilfsgürtel ab. Die Eheleute versuchten gemeinsam das Segelboot wieder aus dem dichten Schilf zu befreien. Da die verschiedenen Befreiungsversuche nicht fruchteten, bemühte sich der 85-jährige Segler – nun vom Wasser aus – das Boot wieder flott zu bekommen.

Einige Zeit später verlor die an Bord befindliche Gattin den Blickkontakt zu ihrem im Wasser befindlichen Gatten. Mehrmalige Hilferufe nach ihren Ehemann brachten keinen Erfolg, sodass die Seglerin via Notruf die Einsatzkräfte verständigte.

Gegen 18.30 Uhr wurde ca. 15 bis 20 Meter vom Boot entfernt eine im Wasser treibende Person ersehen. Die bereits anwesenden Retter bargen den verunfallten Segler, begannen sofort mit den Reanimationsmaßnahmen und brachten diesen in den Hafen nach Breitenbrunn.

Die dort anwesenden Sanitäter und der Arzt setzten die Reanimation im Hafen fort. Kurze Zeit später konnte der Arzt nur mehr den Tod des 85-jährigen Seglers feststellen.


PS: Unser Beileid diesen und den Angehörigen aller Opfer, welche die See fordert.

Aber es ist ein Unterschied, ob man mangels Erfahrung Sturmwarnungen „in den Wind schlägt“, ein technisches Gebrechen vorliegt, einfach irgendetwas schief geht – oder ob ein besoffener(*) „Kapitän“ seine Passagiere in Gefahr bringt …

*) Es gilt die Unschuldsvermutung

 

Bootunfall Wörthersee

1,2 Promille, Bootsunfall Wörthersee

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