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Bundeskanzleramt in Regenbogenfarben

Loud and Proud? - aber bitte für echte Toleranz!

Bundeskanzleramt in Regenbogenfarben Schön, oder? Am 14. Juni 2017 wurde das Bundeskanzleramt anlässlich der Regenbogenparade beleuchtet. | Foto © Hans Hofer

Schön ist es, schön bunt: Unser Bundeskanzleramt! Denn zur Pride-Week erstrahlt es erstmals in Regenbogenfarben; Man setzt damit ein sichtbares Zeichen gegen Homo- und Transphobie …

Erst vergangene Woche lud Bundeskanzler Christian Kern LGBTIQ-Vereine zu sich ins Bundeskanzleramt, um Themen wie Öffnung der Ehe, Diskriminierungsschutz und weitere Themen bezüglich Gleichberechtigung zu diskutieren. „Es ist mir ein Anliegen, dass die Community weiß, wir stehen hinter ihnen. Wir wollen ein sichtbares Zeichen setzen, das auch über die Grenzen hinaus für Solidarität steht“, so Bundeskanzler Christian Kern. Zum Zeichen der Solidarität wird nun erstmals das Bundeskanzleramt während der Pride-Week (9 – 17 Juni) in Regenbogenfarben erstrahlen.

Die Staatssekretärin im Kanzleramt Muna Duzdar, die am Mittwoch Abend das Pride-Village miteröffnet hat, meint: „Mehr denn je müssen wir über die gleichen Rechte für alle Menschen reden. Wir müssen sie einfordern. Und zwar: Loud and Proud“, so Duzdar.

Loud and Proud? – aber bitte für echte Toleranz!

ICH meine zu Laut und stolz: Ok, alle können alles mögliche und unmögliche tun und lassen solange er/sie/es keine(n) andere(n), andersdenkende(n) damit am Arsch gehen (Doppelsinn hier gewollt). Weiters kann man seine Lebensart grotesk überdreht darstellen und tagtäglich im Rosa TüTü demonstrieren – muss man(n) aber nicht. Oder?

Conchita Wurst

Conchita Wurst | Foto © von Manfred Werner (Tsui) (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Man(usw) nehme sich ein Beispiel an dem intelligenten Jungen hinter der KunstfigurConchita Wurst„: Er/Sie weiß was echte Toleranz ist und wie man diese lebt, darstellt.

Ich selbst kann der Figur nichts abgewinnen, ich war immer ein Kritiker, jener die mit ihrem Geschlecht unzufrieden waren, sich gar umbauen ließen. Bin gegen die oft obszönen Darstellungen und gegen die Verherrlichung gewisser Praktiken welche auch zu schrecklichen Krankheiten geführt haben.

Aber wie gesagt: Tom Neuwirth alias Conchita Wurst ist ein Mensch mit einer ganz großen Botschaft die er/sie zu 100% ernst meint und lebt:
Es ist die TOLERANZ.

Zu viele Menschen kennen bloß dessen Schreibweise und tragen sie zur Schau wenn es was bringt.
Doch sobald jemand, in ihren Augen „aus der Reihe tanzt“ und dies nicht mit viel Show und öffentlich macht – dann ist der Mitmensch „verrückt, gehört therapiert, eingesperrt ...“ usw.

Doch Tom weiß auch, dass Conchita auch mal sterben muss – jedoch: Die IN-Toleranz wird aber nie sterben …

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