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Schuldenkrise: Der Retter Griechenlands

nonbirinonko / Pixabay

600 Milliarden für Griechenland.

Es klingt wie ein Märchen aber Artemis Sorras will dieses Wunder vollbringen.

Ich hörte es heute im Europamagazin was dieser Mann mit mittlerweile mehr als 15000 Anhängern vor hat. Kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Nicht weil ich ihm glaube.

Ich sehe eine Gefahr, er will der neue Führer Griechenland werden.

Was diese Schuldenregierung ausgelöst hat, die Menschen laufen ihm nach wie damals Messias. Nicht alle Menschen aber sehr viele. Sie glauben ihren Retter und Erlöser gefunden zu haben. Haben eine eigene Gesellschaft gegründet. Alles ist so eine Erinnerung an eine sehr lange Geschichte die sich so wieder wiederholt.

Natürlich wie es auch zu dieser Geschichte gehört hat Artemis Sorras auch genug Feinde. Sie wollen ihn einsperren, schimpfen ihn Betrüger. Es ist alles aus der Geschichte mit anderen Personen, anderen Völkern, anderen Zeiten bekannt und wiederholt sich immer und immer wieder.

Vor fünf Jahren versprach Artemis Sorras, sein Land von der drückenden Schuldenlast zu befreien. 600 Milliarden wollte er dafür aus seinem Privatvermögen aufbringen.

Hier zum nachlesen und sehen.

Der Fall von Artemis Sorras, eines Unternehmers aus Patras, der seit Jahren naiven Bürgern vorgaukelt, ihre Steuerschulden seien aus seinem eigenen, angeblichen Privatvermögen von über 600 Mrd. US-Dollar abzahlbar, wurde zum Politikum.
Justizminister Stavros Kontonis leitete den Fall an den Areopag, Griechenlands höchstes Zivilgericht, weiter, nachdem sich herausstellte, dass einzelne Justizbeamte den Behauptungen von Sorras offenbar Geltung beimaßen.
Ein Staatsanwalt in Nordgriechenland soll sogar gegen einen hochrangigen Beamten ermitteln, der den Antrag eines Bürgers zurückwies, seine Schulden an die Rentenkasse des Beamten mit Wertpapieren von Sorras zu begleichen.
Sorras und mit ihm verbundene Organisationen veröffentlichen seit Jahren im Internet Formblätter, in denen die Bürger gegenüber dem Fiskus erklären können, dass sie nicht gedenken, ihre Steuerschulden zu begleichen.
Stattdessen wird das Finanzamt aufgefordert, diese bei einem US-amerikanischen oder kanadischen Konto einzuholen, auf welchem Sorras angeblich 600 Mrd. US-Dollar eingelegt haben soll. Auf diesen Formblättern ist auch von einem anderen Fonds über 2,3 Billionen Euro die Rede, der ebenfalls in den USA lagern soll, angeblich aus Beständen der Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), die Griechenland zustehen.
Um jedes dieser Formblätter zu beglaubigen und an die griechischen Behörden im Namen der antragstellenden Bürger abzusenden, rechnen Sorras und seine Mitarbeiter anscheinend eine Bearbeitungsgebühr an.